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Nachhaltige Kakao-Produktion (SCPP)

Das Projekt "Sustainable Cocoa Production Program - SCPP" wurde 2012 initiiert und ist derzeit das größte Public Private Partnership Entwicklungsprogramm seiner Art in Indonesien. Es wird vom Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) finanziert und arbeitet mit neun lokalen und multinationalen Kakao- und Schokoladenfirmen zusammen.

Zieleinsatzgebiete

SCPP - Projectmap

Arbeitsgebiet von 11 Provinzen: Aceh, Nord-Sumatra, West-Sumatra, Lampung, Bali, Ost-Nusa Tenggara, Südost-Sulawesi, Süd-Sulawesi, West-Sulawesi, Zentral-Sulawesi und Gorontalo.

Das Projekt

Das SCPP ermöglicht den Aufbau von Kapazitäten für 165.000 Kleinbauern in 57 ausgewählten Distrikten in 11 Kakaoprovinzen. Das 60-Millionen-Dollar-Programm wird derzeit in drei der vier sich zeitlich überschneidenden Phasen von 2010 bis 2020 abgeschlossen.

  • 2010-2012: 1. Phase mit 12.000 Bauern in 5 Distrikten
  • 2012-2015: 2. Ausbaustufe mit 60.000 Landwirten in 22 Distrikten
  • 2015-2018: 3. Ausbaustufe mit 98.000 Landwirten in 29 Distrikten
  • 2017-2020: 4. Phase mit 165.000 Landwirten in 57 Distrikten

Als grosse öffentlich-private Partnerschaft arbeitet das Programm mit verschiedenen Partnern des privaten Sektors zusammen, darunter Barry Callebaut, Big Tree Farm, Cargill, Ecom, Guittard, JB Cocoa, Krakakoa, Mars, Mondelēz International und Nestlé, um die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Aspekte der Kakaolieferkette in Indonesien zu verbessern.  Aussserdem wird die die Grundlage für mehr Transparenz und Rückverfolgbarkeit der Produkte geschaffen, um den Wandel in der Branche zu fördern. 11 der 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) werden von SCPP direkt in Angriff genommen. Die trägt dazu bei, die Lebensgrundlage der Kleinbauern zu verbessern und gleichzeitig die Umwelt zu schützen und Ungleichheiten zu verringern.

Das übergeordnete Ziel von SCPP ist es, das Einkommen der Bauern aus Kakao um 75% zu erhöhen und die Treibhausgasemissionen aus dem Kakaosektor um 30% zu senken. Sie folgt einem dreidimensionalen Ansatz:

Menschen, Gewinn und Umwelt, d.h. das Programm erleichtert und implementiert spezifische Aktivitäten in den Bereichen Soziales, Wirtschaft und Umwelt. Das Programm verfolgt einen integrierten und etablierten Ansatz, der Folgendes beinhaltet:

  • Gute landwirtschaftliche Praxis
  • Technologietransfer-Systeme
  • Klimafreundliche Landwirtschaft
  • Integration von Ernährung und Gender-Sensibilität
  • Bauernverbände
  • Marktzugang und Zertifizierung
  • Integrierte Finanzierungsfazilität für Agrarunternehmen
  • Entwicklung der Gemeinschaft
  • Stakeholder-Management
  • Netzwerkplattformen


Projektziele:

  • Bis ins Jahr 2020 beträgt die jährliche Einkommenserhöhung USD 43.4 Millionen
  • 50% der Kakaobauern konnten die Armutsbarriere von $1.25 überwinden und 41% derjenigen, welche unter $2.5 pro Tag verdienten (von absolut 10% zu 5% für die Armutsbarriere von $1.25 und von 60% auf 35% für die Barriere von $2.5)
  • 30% der Treibhausgasemissionen der Kakaofarmen konnten reduziert werden
  • 2,600 zusätzliche Arbeitsplätze wurden in der Kakao Wertschöpfungskette geschaffen
  • Keine Kinderarbeit
  • 30% der Stellen in Gemeinschaftsgruppen, welche mit Entscheidungsbefugnissen ausgestattet sind, sind von Frauen besetzt
  • 4,800 Produzentengruppen wurden eingerichtet und mit nachhaltigen und transparenten Marktpartnern vernetzt
  • 165,000 Kleinbauern wurden in den Bereichen Landwirtschaft sowie Managementpraktiken geschult. Damit können sie ihr Einkommen um mindestens 75% steigern.
  • 100,000 Kleinbauern wurden in Umweltbelangen geschult, um umweltverträgliche Landwirtschaftspraktiken anzuwenden
  • 90,000 Kleinbauern wurden in guten Ernährungspraktiken geschult, um ihre Ernährungslage zu verbessern und Mangelernährungen zu vermeiden.
  • 100,000 Kleinbauern wurden Finanzkenntnisse vermittelt und mit Finanzinstituten vernetzt. Damit erhalten Sie Zugang zu Spar- und Kreditprodukten.

Resultate

Stand Dezember 2018

  • Seit Beginn des Programms wurden 153'409 Kakaobäuerinnen und -bauern in Kursen über gute landwirtschaftliche Praktiken (Good Agricultural Practices, GAP), Handhabung nach der Ernte, professionelle Betriebsführung, Baumschulmanagement und Zertifizierung geschult. since programme inception (93% des Projektziels). Frauen machten insgesamt 18% aller Teilnehmenden aus.
  • Insgesamt wurden seit Beginn des Programms 110'282 Landwirtinnen und Landwirte in guter Umweltpraxis (Good Environmental Practices, GEP) geschult (110% des gesamten Projektziels). Frauen machten 20% aller Teilnehmenden aus.
  • Seit 2014 wurden 69'936Landwirtinnen und Landwirte in guter Finazierungspraxis (Good Financial Practices, GFP) geschult (70% des gesamten Projektziels). Frauen machten 52% der Teilnehmenden aus.
  • Seit 2013 wurden 65'687 Landwirtinnen und Landwirte in guter Ernährung (Good Nutritional Practice, GNP) geschult (73% des gesamten Projektziels). Frauen machten 68% der Teilnehmenden aus.
  • 1,588 Master-Trainer wurden in Kursen über gute landwirtschaftliche Praktiken (Good Agricultural Practices, GAP), Handhabung nach der Ernte und Zertifizierung geschult. Die Master-Trainer setzen sich aus Programm- und Privatpersonal  (643 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) sowie Ausbildern von Regierungsstellen (945 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter).
  • Die landwirtschaftliche Produktivität ist von einem Basiswert von 508 kg/ha/Jahr auf 622 kg/ha/Jahr gestiegen (Produktivitätssteigerung von 22%), nachdem die Landwirte an Schulungsmassnahmen teilgenommen und das Wissen auf ihre Betriebe übertragen haben. Bis 2020 soll das Programm auf 1000 kg/ha/Jahr steigen.
  • 5,964 Gruppen von Kakaoproduzenten wurden gegründet und unterstützt.
  • 79,113 Kakaobauern sind nun nach Nachhaltigkeitsstandards Dritter zertifiziert.
  • Es wurden 104,189 ha Baumschulen für Setzlinge entwickelt. Die Förderung umfasste die Ausbildung von landwirtschaftlichen Fachkräften und Agrarunternehmen. Bis Ende wurden rund 898'000 produziert.
  • Die Programmaktivitäten haben sich positiv auf das Armutsniveau der Kakaobauern ausgewirkt. Der Prozentsatz der Menschen, die unter $PPP 1,25 und $PPP 2,50 leben, beträgt 7,9% bzw. 59%. Diese Zahlen übertreffen das SCPP-Jahresziel für die Armutsbekämpfung insgesamt.

Projektpartner

  • SECO
  • Barry Callebaut, Cargill, Ecom, Guittard, JeBeKoko, Krakakoa, Mars, Mondelēz International and Nestlé
  • Migunani, Rikolto Indonesia, Wahana Visi Indonesia/ WVI and Yayasan Sahabat Cipta/ YSC

Projektdateien

Projektländer

  • Indonesien

Projekt-Links

Projektdauer

2012 - 2020

Finanzierung

  • SECO
  • Barry Callebaut, Cargill, Ecom, JeBeKoko, Krakakoa, Mars, Mondelēz International and Nestlé

Arbeitsthema

Unternehmen

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