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Eingliederung von jungen Erwachsenen in die Arbeitswelt

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Ugandas ist laut dem Entwicklungsplan Ugandas für 2015-2016 arbeitslos. Allein in der Projektregion (ca. 10% von Uganda) gehen wir von 435 000 Jugendlichen ohne Arbeit aus. Besonders im ländlichen Uganda, so auch in der Projektregion, mangelt es an Berufsbildungsangebote. Die fehlenden Perspektiven treiben die jungen Menschen in die Städte. Erschwerend für einen erfolgreichen Berufseinstieg kommt hinzu, dass rund 44% der Bevölkerung ohne Primarschulabschluss ist (National Population and Housing Census 2014), wobei der Anteil bei den jungen Frauen noch höher liegt. Schulabbrecher haben keinen Zugang zum formalen Berufsbildungssystem.

Das Projekt

Im Projekt «Local Skills Development for Youth (LSDY)» erhalten arbeitslose junge Frauen und Männer aus der besonders von Armut betroffenen Viktoriasee-Gegend Zugang zu einer bedarfsgerechten Berufsbildung. Dank der Ausbildung können sie als selbständig Erwerbende oder Angestellte ihren Unterhalt selber verdienen und verbessern so ihre Lebenssituation und die ihrer Familie wesentlich. Zusätzlich werden Jungunternehmerinnen und -unternehmer, die bereits Berufsbildungskurse abgeschlossen haben, bei der Professionalisierung ihrer Kleinunternehmen unterstützt. Ein besonderer Fokus ist dabei der Zugang zu Coachings und Finanzdienstleistungen.

Das Projekt arbeitet mit innovativen Ansätzen der Berufsbildung, sei dies mit Lernformen im Betrieb (gestützt auf das duale Berufsbildungsmodell) oder durch die Arbeit in Lerngruppen. Den jungen Erwachsenen werden praktische und technische Fähigkeiten vermittelt sowie Finanzkenntnisse und «Life Skills» mit auf den Weg gegeben.

Ziele 2017-2020

  • 3 500 Jugendliche nehmen an den entwickelten und angebotenen Berufsausbildungen teil. 65 % von ihnen werden selbständig (Kleinstunternehmen) und 20 % finden eine Beschäftigung.
  • 500 bestehende Jungunternehmer nehmen an Weiterbildungskursen zur Verbesserung der beruflichen Kompetenzen teil. 90% von ihnen können die Qualität ihrer angebotenen Produkte / Dienstleistungen verbessern.

Projektaktivitäten

  1. Berufsausbildung: Aus- und Weiterbildungskurse
    Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Berufsausbildung und die praktische Erfahrung in Unternehmen.
  2. Förderung des Unternehmertums
    Neben den technischen Fähigkeiten entwickelt das Projekt den unternehmerischen Scharfsinn der Auszubildenden. In Fortgeschrittenenkursen lernen junge Erwachsene, wie sie ihr Geschäft planen, Kundenbedürfnisse analysieren, Gewinne kalkulieren und Preise festlegen.
  3. Förderung von Finanzwissen und Zugang zu Finanzdienstleistungen
    Die Begünstigten erwerben grundlegende Finanzkenntnisse, die sie leicht in Spar- und Kreditgruppen anwenden können. Das Projekt erleichtert auch den Zugang zu formalen Banken, Spar- und Kreditgenossenschaften und neuen innovativen Produkten wie Microleasing, die auf die Bedürfnisse von jungen Erwachsenen und Unternehmern zugeschnitten sind.
  4. Stärkung der Sozial- und Selbstkompetenzen von jungen Erwachsenen
    Durch seine Kurse entwickelt das Projekt soziale Fähigkeiten und Selbstkompetenz der Jugendlichen, die oft in einen Teufelskreis aus Armut und Frustration geraten sind. So lernen sie beispielsweise Gesundheit, Hygiene, Sicherheit und Kommunikation kennen.
  5. Vernetzung der jungen Projektbegünstigten mit dem Arbeitsmarkt
    Die Vernetzung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite wird durch Praktika in Betrieben oder mit der Teilnahme an KMU-Messen gefördert.

Resultate

Projektfortschritt 2017

  • 801 junge Erwachsene (272 Frauen) absolvierten eine Berufsorientierung. 681 von ihnen nahmen an Trainingskursen teil (Lebenskompetenz, Unternehmertum usw.). Weitere 282 von ihnen waren direkt mit Unternehmen verbunden und erhielten eine technische und praktische Berufsausbildung.
  • 17 Jungunternehmer (2 Frauen) haben an Projektaktivitäten teilgenommen. Die Verbindungen zwischen Begünstigten und Unternehmen haben erfolgreich begonnen.

Projektfortschritt 2013-2016

  • 1 938 junge Erwachsene (54% Frauen) absolvierten eine Berufsausbildung. 65% von ihnen (50% Frauen) fanden sechs Monate nach Abschluss ihrer Ausbildung eine Beschäftigung oder waren selbständig. Ein Jahr nach Abschluss des Kurses stieg der Anteil auf 93,3%.
  • 72% der ausgebildeten Begünstigten verzeichneten eine durchschnittliche Einkommenssteigerung von CHF 1 380 pro Jahr.

Projektdateien

Projektländer

  • Uganda

Projektdauer

2017 - 2020

Finanzierung

  • Happel Foundation
  • DEZA

Arbeitsthema

Beruf

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