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Kolumbien: Energiestädte - Ciudades Energéticas

Das Projekt «Ciudades Energéticas» (Energiestädte) sucht die Kapazitäten von Verwaltungsteams, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Sozialverantwortlichen, die Entwicklung und Umsetzung lokaler Energiestrategien, die auf der Nutzung von Alternativen in Kolumbien basieren.

Das Energiesystem Kolumbiens wird in Zukunft mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert sein: Die Stromnachfrage wird voraussichtlich innerhalb der nächsten 10 Jahre um 39% steigen; die internationalen Treibhausgas-Reduktionsziele werden auf 20% bis 2030 festgelegt, dennoch ist der hohe Anteil der Wasserkraft von 60% anfällig für zukünftige Auswirkungen des Klimawandels. Die Auswirkungen von El Niño im Jahr 2016, die zu einer der schlimmsten Dürren der letzten 20 Jahre führten, sowie der Ausfall einiger Wasserkraftwerke haben die Regierung zu energieeffizienten Massnahmen gezwungen.

Als Reaktion auf diese Herausforderungen reagiert Kolumbien auf verschiedenen Ebenen. Ein wichtiger Schritt war die Entwicklung eines starken Rechtsrahmens für Energieeffizienz (EE) und erneuerbare Energien (RE), einschliesslich des Energieeffizienz-Programms PROURE - Programm für die rationelle und effiziente Nutzung von Energie und nicht-konventionellen Quellen, 2017 - 2022.

PROURE zielt auf EE in Sektoren wie Industrie und Verkehr ab und hat ein Einsparpotenzial von 20% für das gesamte Land ermittelt. Ein Grossteil dieser Einsparungen kann in den Städten erzielt werden.

Das Projekt

Energy Cities ist ein vor 25 Jahren in der Schweiz gegründetes Managementinstrument für Gemeinden, das die Umsetzung von Energieeffizienz-Projekten, erneuerbare Energien und nachhaltige Mobilität auf lokaler Ebene durch innovative Kooperationsmodelle und unter Beteiligung von Behörden, Gemeinden, der Akademie, des produktiven Sektors und der Zivilgesellschaft fördert.

Derzeit ist Energy City zu einer globalen Initiative geworden, die in 21 Ländern in Europa, Afrika und Lateinamerika erfolgreich angepasst wurde.

Das von der EBP unter Beteiligung von Swisscontact durchgeführte Programm nutzt innovative Kooperationsmodelle und zielt auf die Beteiligung von Kommunen, Hochschulen, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft ab, um Energiestrategien auf lokaler Ebene zu konzipieren und umzusetzen, die auf der Nutzung und Nutzung alternativer Energien in Kolumbien basieren.

Das Programm umfasst drei Pilotstädte, Montería, Fusagasugá und Pastoo, die sie bei der Entwicklung von Energiestrategien, Aktionsplänen und der Umsetzung spezifischer Energieprojekte auf kommunaler Ebene begleiten und analysieren werden. Anschliessend wird auf der Grundlage der Piloterfahrung ein nationales Energie-Städteprogramm entwickelt.


Angestrebte Projektziele

  1. Gewährleistung von Führung und institutioneller Kapazität: Auf nationaler Ebene muss eine Institution mit der notwendigen Kompetenz und Legitimität identifiziert werden, die das zukünftige kolumbianische CE-Programm leitet. Auf kommunaler Ebene müssen interdisziplinäre Energieteams (ein Mix aus technischen und politischen Führungskräften) unter der Leitung eines Koordinators gebildet werden, um das CE-Programm zu verwalten.
  2. Technische Anpassung des CE-Programms: Die CE-Instrumente und -Prozesse müssen an die lokalen Bedingungen und den Kontext Kolumbiens angepasst werden. Dies ist nur durch eine enge Zusammenarbeit mit lokalen, nationalen und internationalen Experten in allen Kategorien des EWR/CE-Ansatzes möglich. Die gegenseitige Befruchtung mit der Entwicklung des chilenischen Programms wird auch für Administratoren, Techniker und Energieexperten in beiden Ländern von grossem Wert sein.
  3. Kapazitätsaufbau und Unterstützung durch Energieexperten: Der Aufbau der Kapazitäten von lokalen und regionalen Experten, Mitgliedern kolumbianischer Universitäten und lokaler Unternehmen, die im Bereich der CE arbeiten (und einsteigen wollen), als Berater und Projektträger zur Unterstützung der lokalen Verwaltung ist entscheidend für den langfristigen Erfolg des CE-Programms.
  4. Handbuch für die Ausarbeitung einer lokalen Energiepolitik einschlieslich Strategien und Aktionsplänen sowie Überwachung auf der Grundlage des CE-Prozesses: Um einen standardisierten, einfach anzuwendenden Ansatz für eine lokale Energiepolitik in kolumbianischen Gemeinden zu gewährleisten, ist es wichtig, Leitlinien festzulegen, die Inhalt, Struktur und Prozess der Festlegung lokaler Energiestrategien, Aktionspläne und Überwachung festlegen.
  5. Finanzierungs- und Geschäftsmodelle: Vom Ministerium für Bergbau und Energie oder anderen Institutionen müssen Geschäfts- und Finanzierungsinstrumente geschaffen werden, um finanzielle Anreize für die Entwicklung lokaler Energiestrategien und die Durchführung kommunaler Projekte zu bieten.
  6. Internationaler Austausch von Erfahrungen und Lektionen - gelernt: Um die Vergleichbarkeit und Kompatibilität des kolumbianischen Ansatzes mit anderen bestehenden Ansätzen zu gewährleisten, wird der internationale Austausch und der Austausch von Erfahrungen so weit wie möglich angestrebt.

Projektpartner

UPME, EBP, CORPOEMA, ENCO, Hinicio

Projektländer

  • Kolumbien

Projektdauer

2018 - 2020

Finanzierung

  • SECO

Arbeitsthema

Umwelt

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Hardturmstrasse 123
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Tel. +41 44 454 17 17
Fax +41 44 454 17 97
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