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Förderung von Lebenskompetenzen und Einkommensmöglichkeiten (S4L)

Im Turkana County, in dem S4L-Projekt durchgeführt wird, ist die größte Provinz Kenias und eine der am stärksten verarmten und benachteiligten Regionen, in der 90% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze leben. Der Kreis hat eine etwa 1 427 797 Einwohnern, wobei Jugendliche zwischen 16 und 29 Jahren etwa 31,78% ausmachen. Dort befindet sich auch das Kakuma-Flüchtlingslager und die integrierte Siedlung Kalobeyei, in der etwa 185 449 registrierte Flüchtlinge und Asylbewerber aus 21 Nationen leben. Davon sind 31,7 % aus Somalia und 49,2 % aus dem Südsudan.

Das Kakuma-Flüchtlingslager wurde 1992 gegründet, um hauptsächlich Flüchtlinge aufzunehmen, die vor dem Bürgerkrieg im Sudan geflohen sind. Das Kalobeyei Integrated Settlement, das 2014 gegründet wurde, beherbergt nach dem jüngsten Konflikt hauptsächlich jüngere Flüchtlinge aus dem Südsudan.

Mit einem Wirtschaftssystem, das hauptsächlich von Land abhängig ist, sieht sich die Region mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert, die durch die wiederkehrende Dürre, das schnelle Wachstum der lokalen Bevölkerung und den anhaltenden Zustrom von Flüchtlingen verursacht werden. Dies hat die Verwundbarkeit der lokalen Lebensgrundlagen verschärft und die lokale Wirtschaft geschwächt. Jugendliche aus den Aufnahme- und Flüchtlingslagern sind am stärksten betroffen, da ihnen die produktiven Ressourcen fehlen und sie nur begrenzte Möglichkeiten haben, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Das Projekt

Das Skills 4 Life Projekt zielt darauf ab, die einkommensschaffenden Fähigkeiten von 2.500 Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren zu stärken, indem es den Zugang zu technischen Fertigkeiten, Finanz-, Lebens- und Lesefähigkeiten für eine bessere Lebensgrundlage verbessert. Es richtet sich sowohl an Mitglieder der Gastgemeinde als auch an Flüchtlinge, die im Flüchtlingslager Kakuma und in der integrierten Siedlung Kalobeyei im Kreis Turkana im Nordwesten Kenias leben.

Das Projekt nutzt das Modell der Learning Group (LG), um nicht-formale technische Fertigkeiten zu vermitteln, die durch strukturierte Lehrstellen, Lebenskompetenzen und Unterstützung bei der Geschäftsentwicklung ergänzt werden. Dadurch erhalten die Jugendlichen fundierte Kenntnisse, die ihre Wettbewerbsfähigkeit beim Übergang in den lokalen Arbeitsmarkt verbessern. Die Lerngruppen sind homogen, selbstgewählt, selbstverwaltet und bestehen aus Personen mit ähnlichen Interessen.

Es wird in Partnerschaft mit anderen Stakeholdern durchgeführt. Dabei handelt es sich um Unternehmen des privaten Sektors, Nichtregierungsorganisationen, gemeindebasierte Organisationen und Regierungsbehörden, die kurzfristig technische und finanzielle Unterstützung erhalten, um verschiedene Aspekte des Projekts umzusetzen.

Projektziele

  • Verbesserung des Zugangs zu marktgerechten Kompetenzen für 2500 Jugendliche
  • Steigerung der finanziellen und betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten für 2000 Jugendliche
  • Verbesserung der Belastbarkeit und des Lebensunterhalts von 3000 Mitgliedern
  • Neuerstellung eines nachhaltigen Modells für nicht-formale Kompetenzentwicklung, Test und Dokumentation

Resultate

Projektfortschritte 2017:

  • 1 484 Begünstigte (darunter 63% Frauen und 51% Flüchtlinge), die in 50 Lerngruppen organisiert waren, nahmen an fachlichen Qualifizierungsmassnahmen in unterschiedlichen Berufen teil.
  • 1 175 Lernende (davon 62% Frauen und 51% Flüchtlinge) schlossen die Massnahme ab.
  • 1 146 Begünstigte (davon 71% Frauen und 66% Flüchtlinge) nahmen an Kursen zu Lesekompetenz und Alltagsmathematik teil.
  • 812 begünstigte Teilnehmende an fachlichen Qualifizierungsmassnahmen (davon 63% Frauen) konnten eine selbstständige oder unselbstständige Erwerbstätigkeit, die im Zusammenhang mit der Ausbildung stand, aufnehmen.
  • 792 Jugendliche (davon 63% Frauen und 54% Flüchtlinge), die in 58 Unternehmensgruppen organisiert waren, erwirtschafteten zwischen April und Dezember 2017 insgesamt Zusatzeinkommen in der Höhe von CHF 11 321.

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