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Förderung marktorientierter Schulungsangebote (PROMOST)

Mit diesem Projekt werden die Regierungen von Ruanda, Burundi und der Demokratischen Republik Kongo (DRC) bei der Verbesserung des Zugangs, der Qualität und des Stellenwerts ihrer jeweiligen Berufsbildungssysteme unterstützt. Das Projekt befasst sich daher mit der Lage der Beschäftigung bzw. Arbeitslosigkeit, die durch die fehlende Qualität der durch die jetzigen Systeme vermittelten Qualifikationen ausgelöst wird, als der grössten Herausforderung für eine Entwicklung. 

Ruanda, Burundi und die Demokratische Republik Kongo, die zusammengefasst üblicherweise als die Region der Grossen Afrikanischen Seen bezeichnet werden, haben historische und geografische Gemeinsamkeiten und teilen auch Altlasten in Form einer Reihe von Herausforderungen aus der belastenden Kolonialzeit. Diese Länder haben Zeiten politischer Instabilität durchlebt, die bewaffnete Konflikte beschleunigten. Sie sehen sich gemeinsamen Herausforderungen gegenüber, wenn auch nicht im selben Ausmass. Deren Bandbreite umfasst eine schwache Privatwirtschaft, Fachkräftemangel, ineffiziente Berufsbildungseinrichtungen und -systeme, unzureichende Qualifikationsrahmen sowie eine grosse Anzahl arbeitsloser Jugendlicher.

Das Projekt

Das Projekt PROMOST ist derzeit in seiner zweiten Umsetzungsphase. Es nutzt einen systemischen Ansatz und arbeitet eng mit den Sektoren der formellen und informellen Berufsbildung sowie der lokalen ländlichen Bevölkerung zusammen, um seine fünf Hauptergebnisse zu erreichen: 

  1. Verbesserung des Zugangs zu einem gerechteren und stärker diversifizierten Berufsbildungssystem; 
  2. Verbesserung der Qualität und des Stellenwerts der Berufsbildungsangebote; 
  3. Unterstützung der Entwicklung eines Systems zur Anerkennung bereits erworbener Kenntnisse und Erfahrungen; 
  4. Unterstützung einer gemeinsamen Leitung der lokalen Ausbildungssysteme und Verbesserung der fachgerechten Stellenvermittlung; und 
  5. Verbesserung des Zugangs zu finanziellen und nichtfinanziellen Dienstleistungen für die Zielbegünstigten. 

Die wichtigsten im Rahmen des Projekts umgesetzten Aktivitäten umfassen insbesondere (aber sind nicht beschränkt auf) Ausbildungsangebote für Ausbildende (Train-the-Trainer), Capacity Building für die Führungskräfte und anderen Akteure des Berufsbildungssektors, kurze Ausbildungen für die schwache ländliche Bevölkerung, Lehrlingsausbildungsprogramme, Wiederaufbau der Mikroausbildungseinrichtungen im informellen Sektor, Kontakte zwischen der Privatwirtschaft und den Berufsbildungseinrichtungen sowie Unterstützungen bei der Annäherung an Unternehmensentwicklung und Unternehmertum für Absolventinnen und Absolventen der Ausbildungen.Die folgenden Sektoren stehen im Mittelpunkt des Projekts: Schreiner- und Maurerhandwerk, Schweißen, Lebensmittelverarbeitung, Kfz- und Motormechanik, Strickarbeiten, Bambusverarbeitung, Coiffeur, Lederproduktion, Elektrik, Fotografie und Videografie, Schneiderei, Bootsbau, Klempnerei, Photovoltaik und Seifenherstellung.

Das Projekt verfolgt das Ziel, einen Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungssituation und Schaffung von Einkommen für 5’750 Jugendliche (davon 40% Frauen) aus der ländlichen Bevölkerung in den Zielgebieten der Region der Grossen Afrikanischen Seen zu leisten. Dies wird durch die Verbesserung des Zugangs dieser Personengruppe zu hochwertiger und arbeitsmarktorientierter Berufsbildung erreicht.

Resultate

Resultate 2018

  • 2 949 Jugendliche (1 199 Frauen) nutzten die Qualifizierung in verschiedenen marktorientierten Bereichen.
  • 2 837 Auszubildende (1 152 Frauen) haben die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.
  • 2 027 Jugendliche (831 Frauen) erhielten ein Zusatzeinkommen von CHF 614 pro Jugendlicher und Jahr aus Lohn und Selbstständigkeit.
  • 382 Handwerker (161 aus Ruanda, 171 aus der DR Kongo und 50 aus Burundi) nahmen an Schulungen zur Gleichstellung und Integration der Geschlechter teil.

Projektpartner

Ruanda

  • Bildungsministerium (MINEDUC)
  • Behörde für Personalentwicklung (WDA)
  • Integriertes Polytechnisches Regionalzentrum in der Westprovinz in Karongi (IPRC West)
  • Verband der Privatwirtschaft (PSF)
  • Westprovinz und Kommunen in allen Zielgebieten 

Demokratische Republik Kongo (DRK)

  • Das Bildungsministerium der Provinz
  • Die Landesjugendabteilung
  • Weltverband der Handwerker (CMA)
  • Gesellschaft für Handwerkskunst (SMA)
  • Süd-Kivu Local Economy Counter (GEL-Süd-Kivu) 

Burundi

  • Handwerker der Gemeinden Kayanza, Muruta und Matongo
  • Kommunalverwaltungen in den Konzentrationszonen
  • Die Fachkammer für Kunst und Handwerk (CHASAA)
  • Das Kollektiv zur Förderung von Jugendverbänden (CPAJ)
  • Ausbildungszentren der Ordensgemeinschaften Matongo, Rwegura und Maramvya
  • Kayanza Zentrum für Handwerksförderung (PAK)
  • Auf Unternehmertum spezialisierte Organisationen, z.B. Burundi Business Incubator (BBIN), Action avec les Enfants et les Femmes vulnérables (AFEV) und Association pour la Reconstruction Global (ARG). 

Projektdateien

Projektländer

  • Burundi
  • DR Kongo
  • Ruanda

Projektdauer

2016 - 2019

Finanzierung

  • DEZA

Arbeitsthema

Beruf

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