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Verbesserung des Zugangs von Kleinimkern globalen Märkten (FOCAPIS)

Die welt­wei­te Markt­nach­fra­ge nach Honig liegt heute bei 518'000 Ton­nen und vor allem die Eu­ro­päi­sche Union ist eine wich­ti­ge Trieb­fe­der für die Ho­nig­pro­duk­ti­on in Mit­tel­ame­ri­ka. Das As­so­zi­ie­rungs­ab­kom­men zwi­schen Mit­tel­ame­ri­ka und der Eu­ro­päi­schen Union hat neue Markt­chan­cen er­öff­net, da die Im­ke­rei vor­wie­gend auf in­ter­na­tio­na­le Märk­te aus­ge­rich­tet ist. Beide Län­der ex­por­tie­ren 85 bis 90 Pro­zent der Pro­duk­ti­on, vor allem in den Markt der Eu­ro­päi­schen Union. Dies schafft neue Her­aus­for­de­run­gen, denn um Zu­gang zum EU-Markt zu haben, müs­sen die fach­li­chen und tech­ni­schen An­for­de­run­gen er­füllt wer­den.

Die ak­tu­el­le Si­tua­ti­on im Im­ke­rei­sek­tor in El Sal­va­dor und Ni­ca­ra­gua ist durch ge­rin­ge Kom­pe­tenz­ent­wick­lung, den feh­len­den Ein­satz von Tech­no­lo­gie, ein nied­ri­ges tech­ni­sches Ni­veau und man­geln­de Ge­schäfts­ori­en­tie­rung der Im­ker­ko­ope­ra­ti­ven ge­kenn­zeich­net. Der Zu­gang zu Fi­nanz- und Ge­schäfts­ent­wick­lungs­dienst­leis­tun­gen ist eben­falls sehr be­grenzt.

Das Projekt trägt zur Entwicklung des Privatsektors und zur Armutsbekämpfung bei, indem es die Kapazitäten der Beteiligten an der Wertschöpfungskette der Bienenzuchtkette (Produzenten, Genossenschaften, Lieferanten von Ausrüstungen und Technologien sowie exportierende Unternehmen) verbessert. Dies um den internationalen Marktanforderungen in Bezug auf Qualität und technische Standards gerecht zu werden. Ziel ist, eine erhöhte Produktivität, einen besseren Marktzugang und damit ein höheres Einkommen für die Bienenzüchter zu erreichen.

Das Projekt

Die Nachhaltigkeit des Interventionsmodells wird durch den marktorientierten Wertschöpfungsansatz bestimmt: Dazu gehört der Einbezug aller Akteure (Lieferanten, Produzenten und Vermarkter), die Einhaltung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards durch die Produzenten und die organisatorische Stärkung von Produzentengenossenschaften.

  • Das Schlüsselelement der Interventionen ist die Ausbildung von Trainern und die Stärkung von Kleinproduzenten, Genossenschaften und Produzentenverbänden. Für kleine Imkerbetriebe bietet das Projekt Schulungen an, die sich auf die Einführung guter Praktiken, geeigneter Technologien zur Steigerung ihrer Produktivität, Qualität und Sicherheit, die Fähigkeit zur Einhaltung technischer Normen und Exportmarktanforderungen sowie Elemente der Unternehmensführung konzentrieren, die für die administrative und produktive Effizienz der Imkerbetriebe erforderlich sind. Die Ausbildungen verfolgen einen theoretisch-praktischen Ansatz, der auf drei Ebenen ausgerichtet ist: Techniker, führende Produzenten und Basisproduzenten.
  • Entwicklung und/oder Anpassung von Finanzdienstleistungen, die an die lokalen Bedürfnisse der Imker in beiden Ländern angepasst sind.
  • Eingehen von strategischen Allianz mit exportierenden Unternehmen, welche bereit sind in ihre eigenen Ressourcen für den Erfolg dieses Modells zu investieren.
  • Mittels Wissensmanagement und Kommunikationsaktivitäten sollen die im Projekt gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse systematisch dokumentiert und zu verbreitet werden.

 

Resultate

Es wird erwartet, dass das Projekt am Ende der dreijährigen Umsetzungsphase folgende Resultate aufweisen kann:

  • Durchschnittliche Umsatzsteigerung der kleinen Imkerbetriebe um mindestens 25% in El Salvador und 30% in Nicaragua.
  • 361 neu geschaffene Arbeitsplätze (180 in El Salvador und 181 in Nicaragua).
  • Eine durchschnittliche Erhöhung des Jahresumsatzes der exportierenden Unternehmen von 20%.
  • Im Hinblick auf die Ergebnisse wird erwartet, dass die Intervention die folgenden Ziele erreicht:
  • 720 (75%) der ausgebildeten Imker übernehmen die guten Zuchtpraktiken.
  • Steigerung des Produktivitätsniveaus pro Bienenstock um mindestens 20 % in Nicaragua und 22 % in El Salvador gegenüber dem Basis-Referenzwert.
  • 15 % Erhöhung der Anzahl der Produktionseinheiten (Bienenstöcke) in Nicaragua gegenüber dem Basis-Referenzwert.
  • Steigerung der Produktionsmenge von 200 kg/Bienenzüchter in Nicaragua und 700 kg/Bienenzüchter in El Salvador gegenüber dem Basis-Referenzwert.
  • 300 Imkerbetriebe erhalten Zugang zu hochwertigen Geräten, Werkzeugen und Technologien.
  • 400 Imkerbetriebe erhalten Zugang zu Finanzdienstleistungen.
  • 432 Imkerbetriebe verkaufen Honig an Genossenschaften oder Exportunternehmen, die für den internationalen Markt bestimmt sind.
  • 10 Bienenzuchtbetriebe führen neue Technologien und Praktiken ein.
  • 80 Institutionen haben Zugang zu den vom Projekt erarbeiteten Wissensgrundlagen.

 

Projektländer

  • Nicaragua
  • El Salvador

Projektdauer

2016 - 2018

Finanzierung

  • Inter-American Development Bank (IDB)
  • Medicor Foundation
  • Marcuard Family Office
  • DEZA

Arbeitsthema

Unternehmen

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