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Berufsperspektiven für benachteiligte Jugendliche

Das Projekt ermöglicht es, 150 jungen Frauen und Männern aus drei Bevölkerungsgruppen an einem Coachingzyklus teilzunehmen, der ihnen grundlegende Fähigkeiten vermittelt, sich in den Arbeitsmarkt in den Projektgebieten Tripoli und Beddawi im Nordlibanon zu integrieren.

Im Libanon waren 2018, 950'000 syrische Flüchtlinge beim UNHCR registriert, während ca. 250'000 zusätzliche Flüchtlinge aus Syrien ohne UN-Registrierung im Land sind. Laut der letzten Zählung (2017) des Libanesisch-Palästinensischen Dialogkomitees (LPDC) leben 174'000 Palästinensische Flüchtlinge im Libanon, zu denen seit der Syrienkrise 30'000 Palästinenser aus Syrien dazugekommen sind. Damit ist der Libanon eines der Länder der Erde das in Relation zur eigenen Bevölkerung, die meisten Flüchtlinge aufgenommen hat. Die Lebensbedingungen der Flüchtlinge und sozial Schwächeren sind prekär und der syrische Konflikt hat dazu beigetragen, dass sich bestehende Probleme, wie der schwache Rechtsstaat und die Korruption verstärkt haben.

Die Gesellschaft im Libanon ist fragmentiert und die Lebensperspektive junger Menschen hängt stark von ihrer Zugehörigkeit zur jeweiligen Bevölkerungsgruppe ab. Unabhängig davon, macht es die aktuelle Wirtschaftskrise den meisten Berufseinsteigern vor allem in Gebieten ausserhalb der Hauptstadt Beirut schwer, eine bezahlte Stelle zu finden. Die Qualität der öffentlichen Berufsbildung ist unzureichend und obwohl verschiedene Trainings von internationalen und nationalen NGOs angeboten werden, fehlt es an konkreten Massnahmen zur Arbeitsmarktintegration.

Das Projekt

Das Projekt arbeitet mit der «Coaching Cycle»-Methodik, die vom Swisscontact-Projektteam C4EE in Albanien in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern entwickelt, und bereits im zehnten Jahr erfolgreich in Osteuropa implementiert wird. Um die Entwicklung der jungen Frauen und Männer zu fördern, wird das Projekt darauf ausgerichtet, wichtige Hindernisse wie mangelnde Lebens- und Berufskompetenz der Jugendlichen, mangelnde Information und Orientierung über Arbeitsmarktchancen, mangelnder Zugang und angemessene Dienstleistungen für diese Kategorien auf verschiedenen Ebenen zu lösen. Dies wird durch die Ausbildung von Coaches erreicht, die den Coachingzyklus umsetzen. Auch die schwache Zusammenarbeit zwischen staatlichen und privaten Akteuren im Bereich der Beschäftigung wird verstärkt.

Während der aktuellen Pilotphase des Projekts, wird der Coachingzyklus auf den lokalen Arbeitsmarkt, die unterschiedlichen (legalen) Voraussetzungen und die individuellen Ziele der Projekteilnehmenden abgestimmt. Die jungen Menschen können durch Praktika in verschiedenen Bereichen herausfinden, wo sie ihre Fähigkeiten am besten einsetzen können. Mögliche Berufsfelder sind Bauberufe, Herstellung von lokalen Spezialitäten (Agrofood) und Reinigungs- und Unterhaltsdienstleistungen.

Swisscontact arbeitet mit lokalen Partnerorganisationen zusammen, die fest in den lokalen Communities verankert sind und sich mit viel Engagement für jeden einzelnen Projektteilnehmenden einsetzen.

Projektziele

  1. Ausbildung der Coaches und junge Menschen in die Arbeitswelt führen:
    Der Coachingzyklus wird von insgesamt 11 Trainern von zwei lokalen Partnerorganisationen durchgeführt.
  2. Erfolgreicher Abschluss: 80% der Teilnehmenden aus drei Bevölkerungsgruppen (Libanesen, Syrier & Palästinenser) schliessen das 12monatigen Ausbildungsprogramm erfolgreich ab.
  3. Umsetzung des Coachingzyklus: 60% der Absolventinnen und Absolventen integrieren sich in den in den lokalen Arbeitsmarkt.
  4. Stärkung des lokalen Projektpartners: Swisscontact unterstützt die Partnerorganisation DROPS Community Progress im Bereich Administration, Buchhaltung und Projektmanagement.

Erwartete Resultate

Erste Resultate werden nach Abschluss der Pilotphase im März 2021 vorliegen. 

Projektpartner

DROPS Community Progress

Projektländer

  • Libanon

Projektdauer

2019 - 2020

Finanzierung

  • Spenden
  • DEZA

Arbeitsthema

Beruf

Swisscontact
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CH-8005 Zürich

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Fax +41 44 454 17 97
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