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Kompetenzen für eine Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit (SET)

Das Projekt «Skills for Employment» (SET) zielt darauf ab, die Aussichten der Jugendlichen auf eine Selbstständigkeit zu verbessern, indem es zu einem verbesserten Zugang zu beruflichen Qualifizierungsangeboten sowie einem erhöhten Stellenwert und einer gesteigerten Qualität dieser Angebote beiträgt.

Die Jugendlichen haben aufgrund ihres eingeschränkten Zugangs zu Qualifizierungsmassnahmen und der Diskrepanz zwischen verfügbaren Qualifizierungsmassnahmen und der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt Schwierigkeiten bei der Arbeitsplatzsuche. Die schwache Beteiligung der Privatwirtschaft im formalen Berufsbildungssystem hat zu einer Situation geführt, bei der die spezifische Nachfrage nach praktischen Fähigkeiten nicht erfüllt wird. Durch gering qualifizierte Arbeitskräfte wird das Wachstum der wichtigsten Wirtschaftssektoren gehemmt und die Entwicklung der beruflichen Kompetenzen macht eine Expansion und Verbesserungen notwendig. Der Mangel an lokal verfügbaren und relevanten qualifizierten Ressourcen tritt auf dem Landwirtschaftssektor, der eines der wichtigsten Standbeine der tansanischen Wirtschaft darstellt, am offensichtlichsten zutage.

Das Ausbildungszentrum für Berufsschullehrkräfte Morogoro hat eine wesentliche Multiplikatorfunktion im Berufsbildungssystem inne und den Auftrag, Berufsschullehrende auszubilden. Jedoch besteht hier ein Defizit bei deren Fähigkeit, hochwertige Ausbildungen anbieten zu können, und ihre Kompetenzen bei der Bereitstellung von Dienstleistungen und Leitungsfunktionen sind mangelhaft. Ferner ist die schwache institutionelle Kapazität und Leistung sowohl öffentlicher als auch privater Berufsbildungsanbieter ein ständiges Thema. Derzeit bieten nur wenige Schulungen in Kompetenzen, welche die Herausforderungen von nur mangelhaft qualifizierten Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt ansprechen, um sie dabei zu unterstützen, der Arbeitslosigkeit bzw. einer informellen Beschäftigung für Geringqualifizierte zu entrinnen und eine angemessene Beschäftigungsmöglichkeit auf ihrem lokalen Arbeitsmarkt zu finden.

Das Projekt

Das Projekt SET spricht die Herausforderungen der Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung unter den Jugendlichen Tansanias, besonders Frauen, direkt an. Es unterstützt die Anstrengungen der Regierung, diese grosse Herausforderung für eine Entwicklung der Qualifikationen niedriger Qualität zu lösen, die durch das Berufsbildungssystem hervorgebracht werden. Es trägt zum nachhaltigen Entwicklungsziel angemessener Arbeitsplätze und wirtschaftlichen Wachstums bei, indem es die Arbeitsproduktivität erhöht, die Arbeitslosenrate besonders unter Jugendlichen senkt und indem es den Zugang zu Dienstleistungen und Unterstützungen verbessert, die wesentliche Bestandteile eines nachhaltigen und inklusiven wirtschaftlichen Wachstums darstellen.
 

Der Ansatz des Projekts ist eine systematische Verbesserung der Förderung beruflicher Kompetenzen junger Männer und Frauen. Die Entwicklung von beruflichen Kompetenzen stellt einen Schlüsselfaktor für Jugendliche und Frauen beim Zugang zu einer Beschäftigung und einem Einkommen dar. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf dem Aufbau der Kapazitäten der Partner, dem Austesten von Modellen und Zugängen zur Erzielung von Skaleneffekten und der Sicherstellung, dass eine grosse Anzahl qualifizierter Jugendlicher ausgebildet wird und Zugang zu Angeboten hat, die ihnen eine angemessene Beschäftigung ermöglichen. Es wendet die Grundsätze und Praktiken des Inclusive Markets-Ansatzes an, wobei die Grenzen und Möglichkeiten ausgelotet werden, die dem bestehenden Berufsbildungssystem innewohnen.


Die Zielgruppe und Begünstigten des Projekts sind junge Männer und Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren, die derzeit arbeitslos oder in einem prekären Beschäftigungsverhältnis sind. Das Projekt zielt darauf ab, die prekären Beschäftigungsverhältnisse bei den Frauen um 76% und bei Männern um mindestens 66% zu verringern.


Das Projekt zielt darauf ab, die Aussichten Jugendlicher auf eine selbstständige Erwerbstätigkeit dadurch zu verbessern, dass es einen nachhaltigen und systemischen Beitrag zu einem verbesserten Zugang zu beruflichen Qualifizierungsangeboten sowie einem erhöhten Stellenwert und einer gesteigerten Qualität dieser Angebote leistet. Dies wird durch den Aufbau der Kapazitäten von Schlüsselinstitutionen und Koordinierung zwischen den Qualifizierungsanbietern und der Privatwirtschaft/den Akteuren des privaten Sektors erreicht. Im Rahmen der ersten Projektphase wird erwartet, dass mit den Förderungen 5'000 Jugendliche (davon 60% Frauen) erreicht werden.

Resultate

Erwartete Ergebnisse

  • Aktive Einbeziehung von 23 Ausbildungsanbietern/-einrichtungen. Dazu zählen Anbieter informeller, kurzer Kurse auf dem Landwirtschafssektor sowie Anbieter formaler, kurzer Kurse auf dem formalen Berufsbildungssektor. 
  • Entwicklung der Handlungskompetenzen von 250 Ausbildenden und Führungspersonal an berufsbildenden Schulen durch Teilnahme an Auffrischungskursen bzw. Schulungen am Ausbildungsinstitut für Ausbilder Morogoro (MVTTC).
  • Teilnahme von 3'000 Lernenden und Sicherstellung, dass sie von den Projektinterventionen am Ausbildungsinstitut für Ausbilder Morogoro (MVTTC) profitieren.
  • Erreichen von 5’000 Lernenden in der formalen Berufsbildung (davon 3’000 Männer und 2'000 Frauen) durch Einschreiben an berufsbildenden Schulen für Kurzausbildungen von mehr als einem Monat sowie formale Kurse.
  • Erreichen von 4'000 Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren auf dem Landwirtschaftssektor und dem informellen Sektor durch kurze landwirtschaftliche Ausbildungen.
  • Vernetzung von 1’000 minderjährigen Müttern über Qualifizierungsangebote, welche Möglichkeiten der Beschäftigung bzw. Selbstständigkeit schaffen.

 

Projektpartner

  • Berufsbildungsbehörde (VETA)
  • Ausbildungsinstitut für Ausbilder Morogoro

    (MVTTC)

  • Lokale Regierungsbehörden
  • Akteure der Privatwirtschaft und externe

    Experten

Projektländer

  • Tansania

Projektdauer

2018 - 2022

Finanzierung

  • DEZA

Arbeitsthema

Beruf

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