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Berufsbildung für Jugendliche in Mali

Mali ist eines der ärmsten Länder weltweit. Grosse Hindernisse für die wirtschaftliche Entwicklung sind die ungünstigen klimatischen Bedingungen (das Land besteht zu rund zwei Drittel aus Wüste) und schwerwiegende Gesundheitsrisiken (Aids, Malaria, Hepatitis etc.). Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind weit verbreitet und mehr als die Hälfte der Erwachsenen sind Analphabeten. Das Einkommen ist sehr ungleich verteilt. Über 70% der Bevölkerung müssen von weniger als einem US-Dollar täglich leben. Berufsbildung in handwerklichen und landwirtschaftlichen Berufen kann in der Entwicklung Malis eine wichtige Rolle spielen, Arbeit und Einkommen schaffen und die lokale Wirtschaft stimulieren. 

Das Projekt

Seit 1999 berät Swisscontact lokale private und staatliche Partner im Aufbau eines nationalen Berufsbildungssystems. Neben der praktischen Ausbildung gehört der Besuch der Berufsschule dazu, wo berufsspezifische Fächer, aber auch Lesen und Schreiben sowie weitere lebenswichtige Dinge wie Gesundheitsprävention gelehrt werden. Fast 4000 junge Frauen und Männer in allen neun Regionen Malis lernen einen Beruf, von Motorradmechanik bis Schneiderei und von Elektronik bis Coiffure, um nur wenige zu nennen.

Ziel des Programms PAFP (2012 - 2017) ist die berufliche Kurzausbildung und die wirtschaftliche Eingliederung von 40'000 Personen in 5 Regionen.

Das Programm umfasst fünf Interventionsschwerpunkte:

  • Technische und finanzielle Unterstützung der Regionalräte von Mopti und Sikasso durch die Einrichtung eines regionalen Fonds für die Finanzierung der Berufsbildung
  • Verbesserung des Bildungsangebotes durch die Vernetzung der Ausbildungsanbieter
  • Technische und finanzielle Unterstützung der Ausbildungsstrukturen
  • Identifizierung und Ausarbeitung der Bildungsbedürfnisse
  • Entwicklung von tragenden Sektoren wie Landwirtschaft (Gemüseanbau, Mastviehhaltung, Geflügelzucht, Bienenzucht), ländliches Handwerk, Verarbeitung lokaler Produkte, Herstellung und Wartung landwirtschaftlicher Ausrüstungen und Bauberufe. Im Rahmen des Programms wurden im Juni 2013 zwei Zweigstellen in der Region Sikasso eröffnet.

Resultate

  • 47.000 Personen wurden ausgebildet und in den Arbeitsprozess integriert, davon rund 9400 arbeitslose Jugendliche
  • Mehr als 5300 Jugendliche wurden in den Jugendorientierungszentren (EOJ) von 14 Beratern willkommen geheissen
  • 770 Jugendliche fanden eine Anstellung oder haben sich selbständig gemacht
  • In den 5 Interventionsregionen wurden 54 Ausbildungs-Beraterinnen (davon sieben Frauen) innerhalb von lokalen Organisationen mobilisiert
  • 300 Ausbildner haben Weiterbildungskurse besucht
  • 637 Trainingsmodule werden von den Ausbildnern eingesetzt

Projektländer

  • Mali

Projekt-Links

Projektdauer

2014 - 2018

Finanzierung

  • DEZA
  • Königliche Botschaft von Dänemark

Arbeitsthema

Beruf

Swisscontact
Swiss Foundation for Technical Cooperation
Hardturmstrasse 123
CH-8005 Zürich

Tel. +41 44 454 17 17
Fax +41 44 454 17 97
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