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Technische Berufsausbildung in Bolivien

Der Fokus dieses Projekts liegt auf der Arbeitsmarktintegration Jugendlicher zwischen 15 und 24 Jahren. Ein besonderer Schwerpunkt bildet die Entwicklung von Kompetenzen über Berufsausbildungsprogramme an Technischen Berufsschulen und anderen Ausbildungszentren im Rahmen der derzeitigen öffentlichen Bildungspolitik.

Nur 73% der erwerbstätigen Bevölkerung Boliviens weisen als höchste Qualifikation einen Abschluss auf der Sekundarstufe auf. Dies führt zu niedrigen Produktivitätsniveaus und damit geringen Löhnen. Auch in städtischen Regionen konnten bloss 1,5 Millionen Personen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren als höchste Qualifikation einen Abschluss auf der Sekundarstufe erwerben. Es ist deshalb wichtig, die Armut zu senken, indem die Entwicklung von Fähigkeiten von Jugendlichen und Erwachsenen gefördert wird und somit ihre Chancen auf eine selbstständige oder unselbstständige Beschäftigung verbessert werden.

Das Projekt

Das Projekt ist in folgenden Bereichen aktiv:

  • Koordinierung mit den öffentlichen und privaten Unternehmenssektoren, um die Beschäftigungschancen für die Lernenden zu erhöhen. Umfragen im Bereich der Berufsbildung zeigen, dass ein Engpass bei der Eingliederung von Berufsbildungsabsolventinnen und -absolventen in den Arbeitsmarkt besteht. Folglich ist es nicht nur notwendig, die Ausbildungsprogramme im Einklang mit der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt zu straffen, sondern auch an der Verbesserung der Curricula mitzuwirken und Möglichkeiten für die Absolventinnen und Absolventen zu schaffen, Praktika zu besuchen und berufliche Erfahrungen zu sammeln.
  • Finanzielle und nichtfinanzielle Dienstleistungen für eine nachhaltige Selbstständigkeit werden mit dem Ziel bereitgestellt, Modelle und Businesspläne zu entwickeln; damit soll sichergestellt werden, dass die Teilnehmenden in den Einrichtungen über die notwendigen Werkzeuge und Kenntnisse verfügen, um einer produktiven Arbeit nachgehen zu können.
  • Strategien zur Verbesserung des Verbleibs der Lernenden und für den Abschluss ihrer Bildungsprozesse; dies soll dadurch erreicht werden, dass alternative Lösungen für die Überwindung der Haupthindernisse aufgezeigt werden, mit welchen die Lernenden bei ihrem Zugang zur Bildung konfrontiert sind, und für den Verbleib von Jugendlichen und Frauen an Technischen Fachausbildungseinrichtungen.
  • Die Einrichtungen sorgen dafür, dass sie Geräte und Betriebsmittel zur Verfügung stellen können. So können sie selber zur Qualität der Ausbildung beitragen. Sie unterstützen die Lehrpersonen nach deren Bedarf in Fortbildungs- und Qualifizierungsmassnahmen.
  • Verbesserung der Koordination auf der Mikro-, Meso- und Makroebene: Auf der lokalen Ebene werden beispielsweise die Entwicklungsagenturen und Behörden mit dem Ziel miteinbezogen, zur Gestaltung unterschiedlicher Lehrpläne im Einklang mit den verschiedenen Kontexten beizutragen, sodass die Jugendlichen Praktika besuchen bzw. berufliche Erfahrungen sammeln können, die richtungsweisend für die Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Lebensentwürfe sind.

Das Ziel des Projekts besteht darin, einen Beitrag zur Stärkung der wirtschaftlichen und sozialen Gerechtigkeit zu leisten. Das Projekt verbessert den Zugang zum Arbeitsmarkt für benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Das Hauptaugenmerk liegt auf Sektoren mit Potential für Produktivität und Arbeitsplätze.

Resultate

Die Aktivitäten finden in 9 Departamenten Boliviens mit voraussichtlich 74 fachlichen Berufsbildungseinrichtungen statt, welche 285 Ausbildungen anbieten und den Teilnehmenden Chancen auf eine selbstständige oder unselbstständige Tätigkeit eröffnen.

Für die nächsten vier Jahre werden die folgenden Ergebnisse erwartet:

  • 35’000 Personen nehmen an hochwertigen Ausbildungsprogrammen und -prozessen teil, davon 70% Jugendliche und 50% Frauen.
  • 19’500 Personen erhöhen ihr Einkommen und verbessern ihre Beschäftigungssituation, davon 55% Frauen und 65% Jugendliche.
  • 50 Einrichtungen erhalten Kontakte zu Arbeitsvermittlungsdiensten, die im Rahmen staatlicher Programme und/oder privater Initiativen bereitgestellt werden.
  • 73 Einrichtungen erhalten Kontakte zu externen technischen Hilfsprogrammen und/oder Startkapital für die Durchführung von Unternehmerkursen.

Ferner wird das Vizeministeriums für alternative Ausbildungen in der Zertifizierung von 38’000 Jugendlichen und Erwachsenen unterstützt, die sich ihre beruflichen Fähigkeiten in der Praxis angeeignet haben.

Projektpartner

  • FAUTAPO

Projektländer

  • Bolivien

Projektdauer

2018 - 2022

Finanzierung

  • DEZA

Arbeitsthema

Beruf

Swisscontact
Swiss Foundation for Technical Cooperation
Hardturmstrasse 123
CH-8005 Zürich

Tel. +41 44 454 17 17
Fax +41 44 454 17 97
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