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Nahrungsmittelsicherheit durch klimabeständige landwirtschaftliche Erzeugung

Mosambik ist ein Land, das von unvorhersehbareren Niederschlägen, Dürren sowie ungewöhnlichen und extremen Wetterereignissen wie Wirbelstürmen betroffen ist. Diese Klimaschocks haben erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft, da die meisten bäuerlichen Betriebe in der Region Manica regenabhängige Landwirtschaft betreiben und nicht ausreichend auf die Veränderungen vorbereitet sind. Der Agrarsektor ist der Schlüssel zur Entwicklung des Landes: Schätzungsweise 90% der Bevölkerung sind auf landwirtschaftliche Produkte angewiesen, um ein Einkommen zu erzielen oder Nahrung für ihre Haushalte zu produzieren. Begrenzte Integration der Produkte in die Wertschöpfungsketten, unzureichender Zugang zu qualitativ hochwertigem Saatgut, Dienstleistungen und neuen Technologien, und die Unterrepräsentation von Landwirtinnen in landwirtschaftlichen Organisationen sind einige der Herausforderungen, denen die Kleinbetriebe gegenüberstehen.

Das Projekt

Das Projekt zielt darauf ab, die Ernährungssicherheit und die Anpassung und Widerstandsfähigkeit der kleinbäuerlichen Betriebe an den Klimawandel zu verbessern, dies durch

  • Die Verbreitung verbesserter Saatsorten (Schwerpunkt Mais, Bohnen und Gemüse);
  • Die Verbreitung klimaschonender landwirtschaftlicher Praktiken und
  • Diversifizierung: Unterstützung der Einkommensgenerierung durch ertragsreiche Sorten und die Integration von Kleinvieh und Ackerbau.

Die Interventionen bauen darauf, klimaschonende landwirtschaftliche Praktiken anzuwenden, um eine nachhaltige Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Das Projekt konzentriert sich auf folgende Wertschöpfungsketten:

  • Mais - die wichtigste Kulturpflanze in der Provinz Manica,
  • Bohnen - das grüne "wassersparende" Protein für die Zukunft, wichtig für die Bodenanreicherung durch Stickstofffixierung,
  • Gemüse - als potenzielle Nutzpflanze und Importersatz - Förderung von Tomaten, Knoblauch, Kohl und weissen Zwiebeln.


Das Projekt richtet sich zu 50% an Frauen aus, , insbesondere an weibliche Haushaltsvorstände, um ihre ungenutzten Potenziale zu entfalten


Das Projekt wendet den Inclusive Markets (IM)-Ansatz an. Ausgangspunkt sind detaillierte Analysen über die Rollen der Marktteilnehmer und ihre Beziehungen zueinander. Diese Analysen zeigen auf, wie der Markt für die Kleinbauern funktioniert und welche Massnahmen notwendig, sind, um den Menschen neue Chancen zu eröffnen. Die Massnahmen werden sowohl auf der Angebots- wie auch auf der Nachfrageseite der ausgewählten Sektoren ergriffen. Das Ziel ist, alle Menschen am marktwirtschaftlichen Geschehen teilhaben zu lassen.

Um die Wirkung und die Nachhaltigkeit der Massnahmen zu erhöhen, zielt der Marktentwicklungsansatz Inclusive Systems Development darauf ab, Marktmechanismen so zu nutzen, dass ein breitenwirksames Wachstum erreicht wird.

Resultate

Ergebnisse 2018

  • 6280 Landwirte (4720 Frauen) profitierten von einer guten landwirtschaftlichen Ausbildung und erhielten Zugang zu verbesserten Sorten von Mais, Bohnen und Gemüse.
  • Um den Zugang zu verbesserten Saatgutsorten zu gewährleisten, wurden 12 Community Services Provider (CSPs) identifiziert, geschult und mit Agro-Händlern (Dande Services) und anderen Input-Lieferanten verbunden.
  • 5 Cluster mit 2.000 Bäuerinnen und Bauern (1.200 Frauen und 800 Männer) haben Knoblauch und Zwiebeln produziert.  63 Tonnen weisse Zwiebeln konnten in der letzten Saison an einen grösseren Markt verkauft werden.
  • 20 von 150 Frauengruppen wurden identifiziert und in der Truthahnaufzucht ausgebildet. In der ersten Phase erhielten 54 Frauen ein Start-up-Putenaufzuchtkit mit Lebensmitteln, das vom Projekt in Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft bereitgestellt wurde.
  • 17 Frauengruppen wurden identifiziert und geschult, wie man kleine Obstgärten verwaltet. 225 Frauen lancierten ihre kleinen Obstgärten mit Orangen-, Mandarinen- und Litschi-Fruchtbäumen.
  • Zwei Verarbeitungseinheiten für Knoblauch und Zwiebeln wurden in Chicueia und Penhalonga gebaut.

 

Projektpartner

  • Concern Universal (United Purpose)

  • Associação Kwaedza Simukai Manica (AKSM)
  • Export Trading Group (ETG)
  • KIA ORA AFRICA
  • Institute of Agricultural Research of Mozambique (IIAM)
  • PANNAR Seed Company
  • Klein Karoo Seed Marketing Mozambique (K2)
  • Phoenix Seeds
  • Syngenta AG
  • Institute Polytechnic of Manica
  • University of Zambeze

Projektländer

  • Mosambik

Projekt-Links

Projektdauer

2017 - 2022

Arbeitsthema

Unternehmen

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CH-8005 Zürich

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