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Kosovo: Swisscontact beurteilt wirtschaftliche Auswirkungen von COVID-19 auf das Gastgewerbe

Die Massnahmen zur Eindämmung von COVID-19 durch Lockdowns haben den Tourismus rund um den Globus gelähmt. Im Kosovo unterstützte Swisscontact die Regierung bei der Einschätzung der Lage mit einer Analyse über die wirtschaftlichen Auswirkungen auf das Hotel- und das Gastgewerbe. Die Studie diente dem Finanzministerium sowie den Vertretungen des Sektors bei der Planung ihrer nächsten Schritte.

Auch im Kosovo hat die Regierung Reisebeschränkungen und die Schliessung aller nicht lebensnotwendigen Unternehmen verfügt, um das Coronavirus einzudämmen. Davon stark betroffen sind das Gastgewerbe und die Hotellerie. Das Team des Projekts «Promoting Private Sector Employment» (PPSE) erarbeitete ein Papier, das die potenziellen Auswirkungen von COVID-19 auf den Tourismussektor im Kosovo und mögliche Massnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Schäden skizziert. PPSE ist ein Projekt der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), welches von Swisscontact durchgeführt wird und das wirtschaftliche Wachstum im Tourismus zum Ziel hat. Das Team verfügt über eine umfassende Expertise im Bereich der Tourismusentwicklung.

 

Zum Gastgewerbe zählen neben Gastronomie und Hotellerie auch die Anbieter von Touren und anderen Tourismusdienstleistungen. Die Studie beziffert die ökonomischen Folgen der Eindämmungsmassnahmen auf den Sektor: Unternehmen des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes machen 10% der Gesamtzahl der KMU im Kosovo aus. Es wird geschätzt, dass der Unterbruch der Geschäftstätigkeit in den Monaten April und Mai zu einem Verlust von 15% des Jahresumsatzes des Sektors führt. Im Sommer ist Hauptsaison für den Tourismus im Kosovo. Wenn die Einschränkungen auch dann noch gelten, steigt der Verlust markant an.

 

Swisscontact-Analyse unterstützt die Planung von Massnahmen zur Abschwächung der Folgen

 

Das Papier des PPSE-Teams von Ende März 2020, das die Auswirkungen von COVID-19 auf den Gastgewerbesektor im Kosovo untersucht, basiert auf Daten der kosovarischen Statistikagentur sowie auf einer vorhergehenden Analyse des Projekts. Das Papier fasst auch die wirtschaftlichen Massnahmen zusammen, die die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der World Travel & Tourism Council empfohlen haben. Eine dieser Massnahmen ist zum Beispiel die Einführung von kurzfristigen Beschäftigungsprogrammen und speziellen Unterstützungspaketen für KMU.

 

Der Bericht hilft politischen Entscheidungsträgern wie dem Finanzministerium und anderen Organisationen bei der Planung von wirtschaftlichen Unterstützungsmassnahmen für den Tourismus und das Gastgewerbe. Der Finanzminister bedankte sich bei PPSE für die Analyse. Er griff bereits in Mediengesprächen auf die von Swisscontact ausgearbeiteten Daten zurück. Auch private Akteure aus dem Tourismus bezogen sich in den Medien auf diesen Bericht.

Unterstützung für KMU angekündigt

 

Am 3. April 2020 hat das Finanzministerium der Republik Kosovo einen Operationsplan für ein fiskalisches Notfallpaket veröffentlicht. Es beinhaltet die Unterstützung von Unternehmen, die aufgrund der Schliessungen in eine finanzielle Notlage geraten sind. In seinen COVID-19-Hilfspaketen für den Privatsektor hat das Ministerium beschlossen, nicht nach Sektoren zu gehen, sondern einen Ansatz zur Unterstützung von KMU aller Bereiche zu verfolgen, indem es die Verluste und Löhne der Angestellten für die Monate März und April teilweise subventioniert. 

 

Zum Papier «Economic Impact of COVID-19 Pandemic on the Hospitality Sector in Kosovo»

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