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Neue Projekte von Osteuropa bis Asien

In der ersten Jahreshälfte erhielt Swisscontact auf verschiedenen Kontinenten neue Aufträge zur Projektumsetzung. Vier davon stellen wir Ihnen kurz vor: In der Ukraine entwickeln wir zusammen mit der Schweizer Firma Geberit und in Partnerschaft mit der DEZA die Ausbildung von Sanitärinstallateuren. In Bolivien fördern wir neue Modelle der sauberen Mülltrennung und der Entsorgung industrieller Abfälle. Und in krisengeprägten und instabilen Regionen Myanmars und Malis schaffen wir wirtschaftliche und berufliche Perspektiven für die Menschen vor Ort.

Ukraine: marktorientierte Ausbildung für Sanitärinstallateure 

 

Die Qualität des Berufsbildungssystems in der Ukraine entspricht nicht den internationalen Standards. Der Privatsektor wächst hingegen schnell. Die Folge ist ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften – und das zu einer Zeit, in der die Unternehmen auf dem europäischen Markt konkurrieren und europäische Standards erfüllen müssen. 

 

Swisscontact arbeitet mit verschiedenen lokalen Ausbildungsinstitutionen zusammen und modernisiert mit ihnen die Ausbildung der Sanitärinstallateure, sodass diese bei Ausbildungsabschluss die Anforderungen der Wirtschaft erfüllen. 

Finanziert wird das Projekt von der Geberit AG und der DEZA. «Das Projekt ist auf Initiative des Schweizer Privatsektors entstanden und ein gutes Beispiel für ein Public Private Partnership, das hoffentlich Schule macht», sagt Florian Meister, Director Operations & Quality bei Swisscontact.

 

Weniger Abfall in Bolivien

 

In Bolivien landet die Hälfte der Abfälle auf offenen Mülldeponien, die Gewässer und Umgebung verschmutzen. Ein neues Projekt fördert das Recycling in Boliviens Städten, sodass die Abfallberge nicht weiterwachsen. Swisscontact entwickelt für die 800 000 Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt La Paz ein Modell eines integrierten Abfallmanagements und setzt dieses zusammen mit öffentlichen und privaten Partnerorganisationen um. Weniger Schadstoffe gelangen in die Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung wird verbessert. Die rezyklierten Rohstoffe werden lokal weiterverarbeitet. Damit werden Importe reduziert und die lokale Wertschöpfung angekurbelt. Dadurch erhalten die Menschen die Möglichkeit, nachhaltige und umweltfreundliche Praktiken in ihre Geschäftstätigkeit zu integrieren. Das schafft Arbeitsplätze. 

 

Swisscontact setzt dieses Projekt zusammen mit Helvetas Swiss Intercooperation (Leitung) und der Aguatuya Stiftung um. Es wird finanziert durch die Schwedische Agentur für Internationale Entwicklungszusammenarbeit (SIDA).

 

Arbeit und Einkommen im ärmsten Staat Myanmars

 

Der Chin-Staat ist der ärmste Staat Myanmars. Die Armutsrate liegt bei 73 Prozent. Zugänglich ist er nur über eine marode Strasse, die während der Monsun- und Wintersaison den Launen des Wetters ausgesetzt ist. Mehr als die Hälfte der arbeitsfähigen Männer und Frauen arbeiten im Ausland oder in den grossen Städten des Landes. Rimessen leisten den Hauptbeitrag zur lokalen Wirtschaft. 

 

Vor diesem schwierigen Hintergrund schafft Swisscontact dringend benötigte Arbeitsplätze und Möglichkeiten für ein gesichertes Einkommen in der Landwirtschaft und in weiteren Sektoren. Unter anderem hat das Projekt zum Ziel, Investitionen aus dem privaten Sektor und aus der Diaspora in China anzuregen. Das Projektteam kann auf Erfahrungen aus anderen Projekten in ähnlichen Kontexten zurückgreifen, die Swisscontact in der Vergangenheit umgesetzt hat.

 

Dieses Projekt wird durch den Livelihood and Food Security Fund (LIFT) finanziert, ein gemeinsamer Entwicklungsfonds von UK Aid, EU, Australian Aid, DEZA, USAID, Canada und Irish Aid. Swisscontact implementiert das Projekt in Partnerschaft mit Mercy Corps (Leitung) und dem International Water Management Institute.

 

Mali: berufliche Perspektiven in Timbuktu und Gao

 

Die Lage im Norden und im Zentrum Malis ist nach wie vor sehr instabil. Die jungen Menschen benötigen neben mehr Sicherheit auch dringend Perspektiven für ihre Zukunft. Mit der Umsetzung eines neuen Berufsbildungsprojekts in den Regionen Timbuktu und Gao trägt Swisscontact unter anderem auch zur Stabilisierung der Region bei und stärkt die Resilienz der Gemeinden. 

 

Als Teil eines grösseren Programms fördert Swisscontact die Berufsausbildung und die Beschäftigungsfähigkeit von Männern und Frauen im Alter von 15 bis 40 Jahren. Fundierte Marktstudien ermöglichen die Förderung von Kurzzeittrainings und die berufliche Aus- und Weiterbildung sowie letztlich die Arbeitsmarktintegration. Darüber hinaus entwickelt Swisscontact eine Plattform für berufliche Orientierung und Integration (Dispositif d’Orientation et d’Insertion Professionnelle, DOIP), die über 12 Geschäftsstellen verfügen wird. Diese Büros helfen jungen Menschen bei der Suche nach einer Ausbildung und Beschäftigung. Seit über 25 Jahren unterstützt Swisscontact die Berufsbildung in Mali. 

 

Dieses Projekt wird von der EU finanziert. Swisscontact arbeitet bei der Umsetzung eng mit LuxDev (Leitung) zusammen.

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