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Mosambik: Bauern trotzen dem Zyklon Idai dank klimafreundlicher Anbaumethoden

Mitte März 2019 erreichte der bereits siebte tropische Zyklon der Saison die Provinz Sofala in Zentralmosambik. Zyklon Idai verursachte Überschwemmungen durch sintflutartige Regenfälle. Fast 2 Millionen Menschen waren betroffen. Dass die verheerenden Folgen durch angepasste landwirtschaftliche Anbaumethoden reduziert werden können, zeigt ein Projekt für Ernährungssicherheit, das Swisscontact in Mosambik umsetzt.

Als Resilienz bezeichnet man die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und gestärkt aus ihnen hervorzugehen. Resilienz wird aktuell im Programm «Ernährungssicherheit durch Klimaanpassung und Resilienz» (FAR) in Mosambik greifbar.


In Zusammenarbeit mit dem International Fertilizer Development Center (IFDC) erlangen Bauernfamilien das Wissen über klimaschonende landwirtschaftliche Praktiken. Die Schulungen umfassen die Verwendung verbesserter landwirtschaftlicher Betriebsmittel wie Saatgut und Düngemittel. Kleinbäuerinnen und -bauern sollen durch die Anwendung dieser klimaschonenden Praktiken ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den unvorhersehbaren Witterungsbedingungen erhöhen und die Produktivität innerhalb der Wertschöpfungsketten von Reis und Gemüse verbessern.

Widerstandsfähigkeit durch Wissen und optimales Saatgut

Auch Castigo und seine Frau Helena aus der Region Buzi sind eine Kleinbauernfamilie, welche die empfohlenen klimaschonenden Praktiken umgesetzt hat. Zunächst war Castigo sehr skeptisch, anderes Saatgut und nur eine kleine Menge an Düngemittel auf die Felder auszubringen. «Wie wird die Ernte ausfallen, wenn wir alles anders machen?», fragte er sich. Trotz Zweifeln nahmen Castigo und Helena aber am FAR-Programm teil.


Sie pflanzten verbesserte Reissorten, die sich durch hohe Anpassungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber dem rauen Klima auszeichnen Wie vom Programm empfohlen, gaben sie nur die minimal benötigte Menge an Düngemitteln aus mit dem Ziel, die Wurzelentwicklung und damit die Verankerung der Kulturen im Boden als Massnahme gegen Überschwemmungen zu verbessern.
Tatsächlich war Buzi eine der am stärksten vom Zyklon betroffenen Küstenregionen und die Reisfelder blieben mehr als eine Woche lang überflutet. Dank der Anwendung klimaschonender Praktiken erlitten Castigo und Helena aber weit weniger Schäden als Familien, die nicht vom Programm unterstützt werden.

Trotz Zyklon Idai können Castigo und Helena lachen

Castigo und Helena haben Grund zur Freude: «Im nächsten Jahr plane ich, meine Anbaufläche auf mindestens 1,5 Hektar zu erhöhen», sagt Castigo mit viel Optimismus. «Wir haben uns trotz der übermässigen Überschwemmungen erholt, und ich habe es geschafft, für das nächste Jahr Saatgut beiseite zu legen und für ein paar Monate Getreide zum Essen zu lagern», fügt Helena hinzu.
Die verbesserten Reissorten, die Castigo und Helena anpflanzten, gelten aufgrund der Art ihrer Verankerung im Boden als besonders widerstandsfähig. Sie bilden viele Ableger, sogenannte Fräsen. Als der Zyklon zuschlug, starb nur die Hauptfräse der Reispflanzen an den Folgen der Überschwemmungen. Einen Monat später begannen sich die Reispflanzen zu erholen. Als der Grundwasserspiegel absank, begannen die Fräsen der Pflanzen wieder zu wachsen.


Das Projekt FAR wird von Swisscontact umgesetzt und ist ein von der schwedischen Botschaft finanziertes fünfjähriges Programm.

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