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Berufslehre in Asien: eine Übersicht über Systeme und Erfolgsfaktoren

Weltweite Erfahrungen zeigen, dass starke öffentlich-private Partnerschaften die Relevanz und die Qualität der Berufsausbildung erhöhen. In diesem Zusammenhang haben viele asiatische Länder die duale Lehrlingsausbildung eingeführt, wobei der Arbeitsplatz der wichtigste Lernort ist. Die Ausbildung am Arbeitsplatz wird durch Module an einer staatlichen Ausbildungseinrichtung ergänzt. Swisscontact beschreibt im Bericht «Apprenticeship Training in Asia» die Lehrlingspraktiken verschiedener asiatischer Länder und geht auf bewährte Vorgehensweisen und Erfahrungen ein.

Weltweit erfreut sich das Konzept der Berufslehre zunehmender Aufmerksamkeit. In Anbetracht der Jugendarbeitslosigkeit haben sich die Strategien zur Entwicklung der beruflichen Bildung auf die Stärkung des betrieblichen Lernens – und insbesondere der Berufslehre – zur Verbesserung des Einstiegs junger Menschen in das Berufsleben bestätigt.

Inspiriert von guten Arbeitsmarktergebnissen etablierter Berufsbildungssysteme untersuchen jetzt Länder ohne starke Lehrlingskultur die Möglichkeiten, ihre Berufsbildungssysteme anzupassen. Viele europäische und asiatische Länder haben damit begonnen, die Berufslehre nach den Grundsätzen der dualen Ausbildung einzuführen oder zu modernisieren.

Bericht analysiert Erfolgsfaktoren für effektive Lehrlingspraktiken


Der Bericht «Apprenticeship Training in Asia» untersucht die bestehenden Systeme der Berufslehre in ausgewählten asiatischen Ländern mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Er zeigt auf, welches die Merkmale dieser Systeme sind und welche Faktoren für den erfolgreichen Aufbau solcher Systeme eine Rolle spielen. Die Perspektiven von Regierungen, Arbeitgebern und Auszubildenden in Bezug auf ihr Engagement spiegeln sich im Bericht ebenso wider wie die bestehenden Möglichkeiten und Einschränkungen bei der Umsetzung dieser Form der Ausbildung.

Beispiel Myanmar: praxisrelevante Fähigkeiten fehlen


Swisscontact arbeitet derzeit an der Einführung der dualen Berufsbildung in Myanmar. In diesem Zusammenhang hat das lokale Team den Bericht «Apprenticeship Training in Asia» erstellt. Er dient als Grundlage für das Verständnis, wie die Lehrlingsausbildung Teil des etablierten Berufsbildungssystems eines Landes werden kann.

 

In Myanmar sind viele der Fähigkeiten, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, nicht vorhanden. Das ist ein grosses Hindernis für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und hemmt die Produktivität. Das Vocational Skills Development Program (VSDP) hat zum Ziel, durch Berufsbildung und Qualifikationszertifizierung einserseits die Beschäftigungsfähigkeit von benachteiligten Menschen zu verbessern und andererseits im Arbeitsmarkt Beschäftigungsmöglichkeiten für diese zu schaffen. Die Berufslehre, die das Programm einführt, besteht aus einer 18-monatigen On- und Off-the-Job-Ausbildung nach einem vereinbarten Trainingsplan. Bis zum jetzigen Zeitpunkt werden die Koch- und Landmaschinenmechaniker-Lehrgänge in Zusammenarbeit mit ausgewählten Hotels und Unternehmen angeboten.

 

Das VSDP ist ein Projekt der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und wird von Swisscontact umgesetzt.

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