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COVID-19: Entwicklungszusammenarbeit jetzt noch dringlicher

Die Stiftung Swisscontact setzte 2019 120 Projekte in 38 Ländern um. Dadurch konnten 79'700 Personen Programme in Berufsbildung, Unternehmertum oder Arbeitsmarktintegration absolvieren. Des Weiteren prägend waren 2019 das 60-Jahr-Jubiläum sowie der Zusammenschluss mit dem britischen Beratungsinstitut «Springfield Centre».

«Entwicklungszusammenarbeit im Wandel» lautetet das Motto von Swisscontact im Jubiläumsjahr. Die Organisation stellte sich aus diesem Anlass auch Fragen über die Zukunft: Wie kann Swisscontact weiterhin zu einer Entwicklung beitragen, die alle Menschen einschliesst? Heute, zum Zeitpunkt der Publikation des Jahresberichts 2019, ist dieses Jubiläumsmotto aktueller denn je. Die COVID-19-Pandemie und die weltweit verhängten Lockdowns werden gravierende Folgen hinterlassen und die internationale Zusammenarbeit noch dringlicher machen. In diesen Zeiten, in denen sich nun alle Gesellschaften und Regierungen vor allem nach Innen richten, wird es umso wichtiger sein, die globalen Zusammenhänge nicht aus den Augen zu verlieren.

Mehr Solidarität für globale Stabilität

 

Diese Weitsichtigkeit erhofft sich Swisscontact auch von den parlamentarischen Räten, wenn sie im Sommer über die neue IZA-Botschaft debattieren. «Auf dem Weg in eine globale Rezession darf die Agenda 2030 nicht vergessen werden. Nur wenn die internationale Gemeinschaft die Entwicklungsziele weiterverfolgt, können wenigstens die schlimmsten Folgen der Krise gedämpft werden», schreibt Samuel Bon, CEO von Swisscontact, in einem Kommentar. Das sei nicht nur eine Frage der Solidarität, sondern auch der globalen Stabilität.

Projektbeispiel: Berufsbildung im ländlichen Niger

Für den Jahresbericht 2019 hat Swisscontact zwei der über 100 Projekte in Text und Bild aufbereitet. Eines davon führt ins ländliche Niger, wo Jugendliche nur wenige Möglichkeiten haben, eine berufliche Ausbildung zu absolvieren. Mit einer marktorientierten Ausbildung haben sie hingegen gute Chancen, ihren Platz im Arbeitsmarkt zu finden. Im Auftrag der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA entwickelte Swisscontact deshalb Ausbildungsangebote, die auf die Bedürfnisse der Jugendlichen einerseits und die wirtschaftlichen Bedürfnisse der Regionen andererseits ausgerichtet sind. Die Metallbauerin Aïcha Amadou absolvierte eine 14-monatige duale Berufslehre. Sie sagt dazu: «Mir fehlen die Worte, um auszudrücken, wie sehr mich dieses Training verändert hat. Und darüber hinaus ist es unsere Werkstatt, die davon profitiert.»

Differenzierung des Angebots

 

Für die Weiterentwicklung von Swisscontact als Organisation war der Zusammenschluss mit «Springfield Centre» aus Grossbritannien 2019 ein Meilenstein. Die beiden Organisationen teilen dieselbe Überzeugung, nämlich dass ein sorgfältig überlegter, ökologisch und sozial ausgewogener privatwirtschaftlicher Ansatz in vielen Fällen der wirksamste Weg ist, um eine inklusive Entwicklung zu erreichen. Das Zusammengehen unterstreicht ein Schlüsselelement der Strategie 2025 von Swisscontact: Die Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit erfordern neue Partnerschaften. Diese müssen Synergien nutzen und auf Komplementarität aufbauen. So entsteht für die Finanzierungspartner ein Mehrwert und die Ressourcen können maximal zugunsten der Begünstigten vor Ort eingesetzt werden.

 

Jahresbericht 2019

Swisscontact
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