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Felchlin und Swisscontact fördern nachhaltigen Edelkakao aus Kolumbien

Entwicklungszusammenarbeit und Privatwirtschaft sollen sich ergänzen, fordern die neuen nachhaltigen Entwicklungsziele der UNO. Wie das geht, zeigt das Beispiel von Swisscontact und der Max Felchlin AG. Dank enger Zusammenarbeit mit Swisscontact hat Felchlin mit einer lokalen Bauernorganisation einen mehrjährigen Vertrag über die Abnahme hochwertigen Kakaos abgeschlossen.

Swisscontact kann in Kolumbien im vom SECO finanzierten Projekt „COEXCA“ einen grossen Erfolg feiern. Die Max Felchlin AG, Schweizer Herstellerin von Edelschokolade, hat Ende Februar vor Ort eine Vereinbarung unterzeichnet, die als bahnbrechend für den internationalen Kakaohandel in Kolumbien gilt.

 

Mit „Tumaco Export Alliance“, einer der Partner-Bauernorganisationen des Projekts, hat Felchlin einen Vertrag abgeschlossen. Der Vertrag garantiert die Abnahme einer für Tumaco Export Alliance bedeutenden Menge Edelkakao. Felchlin, bekannt für ihr nachhaltiges und sozialverträgliches Geschäftsverhalten, bezieht schon seit längerer Zeit kleinere Mengen Kakao aus der Region Tumaco. Seit Projektbeginn arbeitet Swisscontact mit Felchlin zusammen, um die Bauern auf dem Weg, die hohen Qualitätsanforderungen des internationalen Markes zu erreichen, zu unterstützten. „Swisscontact hat uns den Direktkontakt zu Tumaco Export Alliance vermittelt. Durch den Wegfall von Zwischenhändlern können wir im Detail nachvollziehen, woher der Kakao stammt und überprüfen, ob er nachhaltig produziert wird“, sagt Felix Inderbitzin, Chefeinkäufer bei Felchlin.

 

Swisscontact hat die Bauern über vier Jahre beraten und ausgebildet, damit sie ihre Kakaopflanzen besser und nachhaltiger bewirtschaften können, um höhere Erträge zu ernten. Die Bauern profitieren nun doppelt: Sie können mehr produzieren und erhalten dank der guten Qualität höhere Preise für ihren Edelkakao.

 

Internationaler Markt als Chance

Gerade die ländlichen Regionen Kolumbiens sind stark unterentwickelt, die Bevölkerung leidet unter hoher Armut. Die 30 000 Kakaoproduzenten in Kolumbien verfügen eigentlich über hervorragende ökologische Bedingungen und ausgezeichnetes Genmaterial für die Produktion von hochwertigem Edelkakao (Fine Flavour Cocoa). Sie konnten die Chancen eines wachsenden Marktes aber nicht nutzen: Da ihr Produkt von geringer Qualität war, mussten sie es zu beklagenswert niedrigen Preisen an die lokalen Händler verkaufen.

 

Um sich Zugang zu internationalen Nischenmärkten zu erschliessen, mussten die Bäuerinnen und Bauern ihre Pflanzenpflege verbessern, Nachernteverfahren optimieren und internationale Standards erfüllen. Swisscontact schulte die Produzenten, klärte sie über die Anforderungen der internationalen Schokoladenindustrie und die damit verbundenen Chancen auf. Darüber hinaus stärkte Swisscontact die unternehmerische Basis von Bauernorganisationen, da diese eine entscheidende Funktion als Vermittler in der Wertschöpfungskette übernehmen.

 

Dank dieser Interventionen konnten die Kakaoproduzenten schon nach zwei Jahren Ertragssteigerungen von über 50% verbuchen und den Wert des Kakaos durch das Qualitätsmanagement deutlich steigern. Durch die Einführung von Rückverfolgungs- und Zertifizierungssystemen wird die Herkunft des Kakaos zum preisrelevanten Argument. Die Bauernorganisationen sammeln den Kakao von ihren Mitgliedern, sortieren und verarbeiten ihn zu hochwertigen Rohstoffen und verkaufen diese zu attraktiven Preisen an die Schokoladeindustrie – zum Beispiel an Felchlin in der Schweiz.

Kolumbien Kakao

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