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Swiss Import Promotion Programme: SIPPO nimmt 2018 an Fahrt auf

Das Swiss Import Promotion Programm SIPPO ist das Handelsförderprogramm des Schweizer Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO). Seit April 2017 wird das Programm von Swisscontact umgesetzt. Eine Einschätzung im Gespräch mit dem Geschäftsführer von Handel Schweiz.

In acht Monaten wurde ein 22-köpfiges globales Team in zwölf Länderbüros aufgebaut und eine Strategie mit 55 Exportförderorganisationen in     den Partnerländern vereinbart. Eng begleitet wird die Umsetzung von SIPPO durch einen  Fachbeirat. Die 17 Mitglieder aus Verbänden und Unternehmen haben in der neuen Phase 2017-2020 die Möglichkeit, die SIPPO-Strategien zu kommentieren und Korrekturen anzufordern.

Kaspar Engeli

Kaspar Engeli, Vorsitzender des Fachbeirates und Direktor von Handel Schweiz, sieht SIPPO nach einem intensiven ersten Programmjahr auf Kurs.

Herr Engeli, inwieweit lohnt sich der Vorsitz von Handel Schweiz im SIPPO Fachbeirat? Wo sehen Sie den Mehrwert des Programms für die Importeure?

Der Vorsitz im Fachbeirat verfolgt keinen Selbstzweck. Er stellt die letzte Meile zum Markt in der Schweiz und Europa sicher. Das ganze Programm funktioniert nur, wenn Produkte importiert werden, die einen Markt finden. Das können die Fachbeiräte sicherstellen – allesamt Profis in einem der sechs Sektoren (technisches Holz, verarbeitete Lebensmittel, nachhaltiger Tourismus, hochwertige Textilien, natürliche Zutaten, Fische & Meeresfrüchte). SIPPO soll den Importeuren den Zugang zu neuen, interessanten Beschaffungsmärkten erleichtern. Das Netzwerk ist dafür prädestiniert: über die lokalen Büros, über internationale und lokale Experten und über Partnerorganisationen in Europa und weltweit. Durch dieses Netzwerk verfügt SIPPO nicht nur über viele Businesskontakte, sondern auch über viel Expertise zum lokalen politischen und wirtschaftlichen Kontext. Für den Eintritt in einen neuen Beschaffungsmarkt ist dieses Wissen für Einkäufer aus der Schweiz und Europa sehr wichtig.

Welches sind für Sie die wichtigsten Meilensteine, die SIPPO in den vergangenen acht Monaten erreicht hat?

Das globale Team hat mit Hochdruck den Aufbau des Programms vorangetrieben: Es hat zwölf Büros eröffnet, 55 Exportförderorganisationen einem Assessment unterzogen und ebenso viele Strategien für 2018 vereinbart. 11 SIPPO-Webseiten in 11 Landessprachen, sowie die internationale Hauptseite sippo.ch wurden aufgesetzt, ein Import-Forum in der Schweiz organisiert, sowie diverse Messeteilnahmen und Einkäuferreisen. Das ist eine beeindruckende Leistung und eine gute Basis, um 2018 die Zusammenarbeit mit allen Stakeholdern weiter zu stärken. Eine solide Vertrauensgrundlage wurde geschaffen.

Das Programm ist für Swisscontact und das SECO ein Flaggschiffprojekt. Wie verlief die Entwicklung im vergangenen Jahr?

Die Übergangsphase von SIPPO in der bisherigen Form zum neuen „Swisscontact SIPPO“ war kurz. Für das neue SIPPO-Team ist es eine grosse Herausforderung, die Balance zu halten: Einerseits den neuen Ansatz zu promoten, andererseits neue Mitarbeiter einzuführen und neue Konzepte zu entwickeln.

Gibt es etwas, das Sie unterschätzt haben?

Tatsächlich haben alle Beteiligten den Übergang vom bisherigen SIPPO-Ansatz in der direkten Zusammenarbeit mit KMUs zum neuen Ansatz auf Verbandsebene unterschätzt. Es braucht mehr Zeit und Überzeugungsarbeit, die SIPPO-Stakeholder für den neuen Ansatz zu gewinnen und nicht wieder in die alten Denkmuster zurückzufallen. Der Prozess, dass SIPPO nun nicht mehr die Messestände, Einkäufer- und Verkäuferreisen und Marktinformationen selbst für die Exporteure organisiert und finanziert, sondern neu Exportförderorganisationen darin befähigt, diese Exportdienstleistungen für ihre Unternehmen selbst bereitzustellen und finanzieren zu können – diese Neuausrichtung braucht Zeit.

Sie sagen, dass Vieles erreicht wurde. Wo sehen Sie Verbesserungspotential?

Der Fokus 2017 lag – richtigerweise – mehrheitlich auf der Seite der SIPPO-Partnerländer. Das war nötig, um dort eine gute Basis für ein erfolgreiches Programm zu legen. SIPPO hat aber auch einen gleich grossen Auftrag für die Importeure in der Schweiz und Europa. Der Fachbeirat erwartet nun auch, dass die Netzwerkpflege mit den Importeuren in den sechs SIPPO-Sektoren weiter gestärkt wird.

www.sippo.ch

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