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Swisscontact: Nachhaltige Erfolgsgeschichten durch Unternehmertum

Weltweit prägen Unternehmerinnen und Unternehmer die Wirtschaft. Sie schaffen Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Damit fördern sie die Entwicklung ihres Landes entscheidend. Das bietet Chancen für Entwicklungs- und Industrieländer. Die Schweizer Stiftung Swisscontact widmete ihren diesjährigen Jahresanlass dem Thema «Nachhaltige Entwicklung durch Unternehmertum».

Rund 300 Personen versammelten sich gestern Nachmittag im Zürcher Technopark zum Jahresanlass der Schweizer Stiftung Swisscontact. Thomas Bergen, Mitgründer und CEO von getAbstract und Stiftungsrat von Swisscontact, hiess die Besucherinnen und Besucher willkommen. Er betont: «Swisscontact hilft, dass mehr Menschen die Chancen erhalten, welche mir in der Schweiz bereits in die Wiege gelegt wurden.»

Werte leben und Herausforderungen anpacken


Die Schweizer Unternehmerin Carolina Müller-Möhl sprach über die wichtige Rolle der Selbstverantwortung. Unternehmerinnen und Unternehmern komme eine Schlüsselrolle in der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung zu. Dabei seien Ethik und Werte das Fundament jeglichen Handelns.

Ob Fischzucht oder KMU-Plattform: beides Wirtschaftstreiber


Eine junge Unternehmerin und ein junger Unternehmer gaben Einblick in ihre Firmen. David Olyabo hat in Uganda gemeinsam mit 13 Freunden eine erfolgreiche Fischzucht aufgebaut und sich so neue wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnet: «In Uganda gibt es nur wenige Jobs. Als Unternehmer muss man Risiken in Kauf nehmen, aber es lohnt sich.» Die Grundlagen für die Unternehmensgründung und -führung hat die Gruppe in einem Programm erarbeitet, dass Swisscontact umsetzt und das von der Mastercard Foundation finanziert wird.

Erna Šoševic hat mit Bizbook eine Online-Plattform entwickelt, welche innovative Unternehmen in Bosnien und Herzegowina miteinander vernetzt. «Bizbook ist nicht einfach eine Firma. Bizbook ist die Hoffnung auf eine bessere wirtschaftliche Zukunft für das Land », fasst sie ihre Motivation als Unternehmerin zusammen.

Die Ausgangslage der beiden jungen Menschen unterscheidet sich stark. David Olyabo hat sich entschlossen, die  traditionelle Fischerei in die Moderne zu führen. Zugute kommt ihm, dass solche Unternehmen in Uganda vom Staate gefördert werden, wobei Swisscontact als Vermittlerin eine wichtige Rolle spielte. Erna Šoševic hat sich in die neue, schnelllebige digitale Welt gewagt. Sie bemühte sich jedoch vergebens um staatliche Unterstützung und war allein auf Privatinitiative angewiesen.  

Zielgerichtet und nachhaltig


Das Umfeld, die Rahmenbedingungen und lokalen Regulierungen prägen Erfolg oder Misserfolg von Unternehmerinnen und Unternehmern entscheidend mit. Von grosser Bedeutung ist daher das Zusammenspiel von Privatsektor und staatlichen Strukturen; nur gemeinsam kann langfristig eine nachhaltige wirtschaftliche Entwickung erreicht werden. Botschafter Thomas Gass von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA hält in der Podiumsdiskussion fest: «Wir müssen einsehen, dass Nachhaltigkeit kein Zustand ist. Nachhaltigkeit ist ein Weg, ein Bekenntnis, dass wir alle zusammen ankommen müssen».

Heinrich M. Lanz, Präsident von Swisscontact, bekräftigte abschliessend die Wichtigkeit der Zusammenarbeit und Vernetzung von öffentlichem und privatem Sektor – dazu können Organisationen wie Swisscontact einen Beitrag leisten. Von zentraler Bedeutung bleibt für Swisscontact aber ein starkes Unternehmertum. «Mutige, entschlossene Unternehmerinnen und Unternehmer sind nicht nur ökonomische Treiber. Sie sind wichtig für die soziale und ökologische Entwicklung ihres Landes, als Hoffnungsträger und Vorbilder», sagte Lanz.

Swisscontact
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