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Kolumbien: Stärkung einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft nach dem langen Bürgerkrieg

Kolumbien hat sich nach Beendigung der bewaffneten Konflikte 2016 zum Ziel gesetzt, die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Wirtschaft zu unterstützen und eine geschäftsfördernde Umgebung zu schaffen. Jährlich werden in nationalen Ausschreibungen Projektvorschläge für öffentlich-private Partnerschaften eingereicht. Swisscontact unterstützt im Projekt «Colombia + Competitiva» mit Expertenwissen den Politikdialog zur Wettbewerbsfähigkeit sowie den Ausschreibungsprozess für ausgewählte Projekte aus vier Wertschöpfungsketten.

«Colombia + Competitiva» unterstützt ein Portfolio von Projekten, die sich mit der Entwicklung von Wertschöpfungsketten, der Exportförderung, Arbeitsstandards, Corporate Governance, der Einhaltung von Qualitätsstandards sowie dem Zugang zu Finanzmitteln beschäftigen. Diese Projekte entstehen aus Allianzen zwischen privaten Institutionen (Handelskammern, Universitäten, Verbänden) und staatlichen Stellen. Sie durchlaufen ein Auswahlverfahren, dessen Gewinner eine Kofinanzierung ihres Projekts erhalten.


Die Projektvorschläge erfolgen innerhalb von vier Wertschöpfungskategorien: spezielle Kakaosorten, nachhaltiger Tourismus, natürliche Inhaltsstoffe für die Kosmetikindustrie und nachhaltiges Bauen.Bei der Auswahl werden auch Themen wie Gender und ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit berücksichtigt. Die ausgewählten Projekte erhalten vom Schweizer Experten Netzwerk (SEN) eine Fachberatung, um die Planung und Umsetzung ihrer Projekte zu verbessern. Das von Swisscontact zusammengesetzte Netzwerk SEN besteht aus Experten von Schweizer Institutionen und der Privatwirtschaft.

Ein Beispiel: das Tourismusprojekt «Destination Putumayo»

Nach Beilegung des Konflikts durch den Friedensvertrag 2016 entstehen in Kolumbien neue wirtschaftliche und soziale Möglichkeiten. Dadurch ist das Potenzial des Tourismus für die Wettbewerbsfähigkeit und Entwicklung von Regionen fernab der Wirtschaftszentren enorm gestiegen.

 

Eines der 2017 ausgewählten Projekte konzentriert sich auf die Tourismusförderung im Departement Putumayo im kolumbianischen Amazonasgebiet. Der Korridor zwischen den Städten Mocoa, Villagarzón und Alto Putumayo hat einen beachtlichen kulturellen Wert durch seine lokalen Traditionen und seine grosse Artenvielfalt. Die Handelskammern von Putumayo, Gran Tierra und Corpoamazonía haben sich zusammengeschlossen, um die Region als Reiseziel zu stärken.

Für Deccy Ibarra, Präsident der Handelskammer von Putumayo, ist die Beratung von «Colombia + Competitiva» durch das SEN von grossem Wert und hat eine Neuausrichtung des Projekts zur Folge. «Vor dem Besuch des SEN-Experten basierte unser Ansatz auf dem Angebot. Mit dem Besuch des Experten sehen wir unser Vorhaben nicht mehr von der Angebots-, sondern von der Nachfrageseite, was uns ein internationaleres Bild ermöglicht hat. Damit erreichen wir, dass lokale Akteure zusammenarbeiten, und schaffen attraktive Orte für die Menschen zum Leben und passende Reiseangebote für die Besucher», erklärt er.

 

Das Projekt «Colombia + Competitiva» wird vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) finanziert und von Swisscontact implementiert.

 

 

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