Situation - Die indonesische Provinz Aceh braucht eine starke Privatwirtschaft, um nach der Überwindung der Katastrophen (des Tsunamis im 2004 und des Erdbebens im
2005) und der politischen Konfliktsituation eine gesunde Wirtschaft zu entwickeln. Aber die schleppenden privaten Investitionen, die verminderte
Spendenbereitschaft und schwierige Umstände in der Infrastruktur schränken die Privatwirtschaft stark ein. Dies führt zu Engpässen, die eine
vollständige Ausschöpfung des wirtschaftlichen Potentials erschweren.
Projekt - Der Kakaoanbau in Aceh soll flächendeckend vereinheitlicht und verbessert werden, damit tausende Kleinbauern gezielter produzieren und ihr
Einkommen steigern können. Das Projekt PEKA sieht daher die Rehabilitierung von veralteten Kakao-Anbauflächen und die Erhöhung der Produktion bei
gleichzeitiger qualitativer Verbesserung des Endproduktes vor. Weiter werden auch die Prozesse bei der Ernte optimiert und den Kleinbauern der Zugang zu
Finanzdienstleistungen und zum Markt erleichtert.
Für diesen umfassenden Ansatz braucht es zunächst eine schrittweise Schulung der Projektteilnehmer. Nachdem anfänglich 50 Ausbildner trainiert wurden,
ging es um die Auswahl von 150 Kleinbauern, die bei der gross angelegten Weiterbildung der Kakaobauern mitmachen und für diese gleichzeitig
zu Ansprechpersonen werden sollten. Auf diese Weise nahmen bereits 4000 Kleinbauern an der Weiterbildung teil. Sie konnten ihre Produktion verbessern
und ihr Einkommen um rund 20 Prozent erhöhen.
Um die Wertschöpfungskette rund um die Kakao-Wirtschaft zu stärken, werden auch Genossenschaften, Zulieferer und Händler gefördert. In diesen kleinen
und mittleren Unternehmen entstehen dabei Arbeitsplätze.


