Swisscontact unterstützt die malische Kulturförderung

Seit dem Ausbruch der Krise Anfang 2012 gibt es zahlreiche Initiativen und Projekte von Künstlern und Kulturschaffenden aller Bereiche, deren Ziel es ist, die kulturelle Vielfalt und den Frieden zu fördern. Kultur bildet ein Bollwerk gegen den Fundamentalismus und spielt auch eine wichtige Rolle bei der Sicherung eines nachhaltigen Friedens.

Wenn Künstler im gesamten Land aktiv sind, gibt dies den Menschen Gelegenheit, zu entdecken, sich selbst auszudrücken, einander im Rahmen einer Kulturveranstaltung zu begegnen. Dies kann ein entscheidender Faktor für das friedliche Zusammenleben sein. 

Kultursektor schafft Arbeitsplätze

1’500 junge Leuten in den Kreisen Douentza, Diré, Niafunké, Goundam und Timbuktu haben die Möglichkeit, im Kultursektor ein Einkommen durch künstlerische Aktivitäten zu erwirtschaften. Die Entlöhnung von kulturellem Schaffen ist zwar bescheiden, in sehr armen Gegenden ist dieses Zusatzeinkommen aber lebenswichtig.

Die malische Vereinigung der Kulturförderung „Acte Sept” hat sich zum Ziel gesetzt, viele Kulturzentren im Land entstehen zu lassen, die Räume für ein dynamisches Kulturleben schaffen. Diese Räume sollen die Basis einer „kulturellen Infrastruktur” bilden und dienen als Basis für junge, talentierte  Kulturunternehmer. So hat „Acte Sept” zum Beispiel das Theaterstück „Air Accord” inszeniert, um die Debatte über das Algier-Abkommen für Frieden und Versöhnung 2015 in Mali anzuregen. 

Mit dem Projekt „Sirabo” den Weg weisen

Dies ist auch das Ziel des Projekts „Sirabo”, das von „Acte Sept” in der Region Sikasso iniitiert wurde. Sirabo bedeutet in der Lokalsprache Bambara „den Weg weisen”. Seit Oktober 2015 tourt monatlich eine Gruppe von Künstlern – Schauspieler, Tänzer, Musiker, Akrobaten – mit ihrem Programm durch die Lande.  Lokale und  Künstler werden jeweils eingeladen, an den Vorstellungen mitzuwirken. Die Evaluierung der ersten Saison (Oktober 2015 – Mai 2016) zeigte klar, dass der Einbezug von kulturellen Dimensionen in lokale Entwicklungsprogramme erfolgreich ist.

Swisscontakt unterstützte im Rahmen des Programms „Appui à la Formation Professionnelle” (PAFP) die Ausbildung von 21 jungen Kulturveranstaltern. Dies hat zweifellos zur beruflichen Eingliederung dieser meist arbeitslosen jungen Menschen beigetragen. Als Ergebnis dieser Lernprozesse konnten die Teilnehmer einkommensschaffende wirtschaftliche Aktivitäten in ihren Ortschaften entwickeln.

Die malischen Behörden und ihre Partner haben unisono erklärt, diejenigen Akteure zu unterstützen, die dieses Kulturleben mit grossem Engagement in Gang halten, und ihnen die entsprechenden Hilfsmittel zur Verfügung stellen. 

Foto Acte Sept

Mali

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