Mehr Einkommen für 4.7 Millionen Bauern und Unternehmer - Erfolgreicher Abschluss des Projekts «Katalyst» nach 17 Jahren

«Katalyst», das Pionierprojekt für Marktentwicklung in Asien, neigt sich nach 17 Jahren dem Ende zu. Die Projektinvestitionen stehen der Erhöhung des Nettoeinkommens im hohen Faktor 1:7 gegenüber: Mit insgesamt 107 Mio. USD von internationalen Geldgebern konnte ein zusätzliches Einkommen der beteiligten Bauern und Kleinunternehmern von rund 690 Mio. USD erreicht werden. Das Projekt startete im Jahr 2000 und endet im März 2018. Es wurde von Swisscontact implementiert.

Die Wirtschaft Bangladeschs wächst seit Jahren schnell. Doch die ländliche Bevölkerung war von dieser Entwicklung zu Beginn des Projektes weitgehend ausgeschlossen. Samuel Bon, CEO von Swisscontact, zum Resultat des Projektes: «Mit ‹Katalyst› konnten in Bangladesch insgesamt 4.7 Mio. Bauernbetriebe und Kleinunternehmen erreicht werden. Zwei Drittel dieser Menschen leben von weniger als 2.50 USD pro Tag. Die beteiligten Bauern und Kleinunternehmer konnten ihr Einkommen in der Projektlaufzeit steigern und so ihre Lebensumstände verbessern und stabilisieren.»

 

Projektinvestitionen und Erhöhung des Nettoeinkommens 1:7

 

Das Projekt wurde unter der Führung von Swisscontact entwickelt und umgesetzt. Die Projektinvestitionen und die daraus entstandene Erhöhung des Nettoeinkommens aller erreichten Kleinunternehmen stehen in einem Verhältnis von 1:7. Investiert wurden 107 Mio. USD, das erreichte Nettoeinkommen ist um rund 690 Mio. USD angestiegen. «Das ist ein beachtlicher Erfolg. Diese Wirkung wurde möglich, weil Swisscontact Geschäftsmöglichkeiten für Arme identifiziert und sie zusammen mit Unternehmen umgesetzt hat», sagt Samuel Bon. Finanziert wurde das Projekt von einem internationalen Geberkomitee: Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) aus der Schweiz, UKAid aus Grossbritannien, Swedish International Development Cooperation Agency (SIDA), Canadian International Development Agency (CIDA), Danish International Development Agency (DANIDA) und Embassy of the Kingdom of the Netherlands (EKN). Das Handelsministerium von Bangladesch hat das Projekt während der gesamten Laufdauer aktiv begleitet und unterstützt.

 

«Inclusive Markets»: Produktionssteigerung und neue Absatzmärkte

 

Swisscontact arbeitete in Bangladesch mit dem Ansatz «Inclusive Markets». Private und öffentliche Organisationen sollen die Armen stärker einbinden – als Kunden, Lieferanten, Einzelhändler oder Mitarbeitende. Ziel des Ansatzes ist es, eine Win-Win-Situation zu schaffen. Unternehmen weiteten ihr Angebot an Produkten, Dienstleistungen und Informationen für Klein- und Bauernbetriebe aus. Diese Kleinunternehmer konnten ihre Produkte wettbewerbsfähiger machen, in neue Märkte vordringen und verbesserten ihr Einkommen. Die grossen Unternehmen wiederum erhielten Millionen von neuen Kunden.

Swisscontact arbeitete in rund 20 Sektoren entlang ruraler Wertschöpfungsketten, in über 40 Gegenden und hat rund 300 Massnahmenpakete umgesetzt. Diese fokussierten auf die wirtschaftliche Stärkung der Frauen, die Bildung lokaler Landwirtschaftsnetzwerke und die Verbesserung der Informationskanäle.

 

Erste Helpline für Bauern in Bangladesch

 

Ein Beispiel für die Verbesserung der Informationskanäle für Kleinbauern durch «Katalyst» ist der Aufbau einer Hotline für Bauern zusammen mit Banglalink, dem führenden Mobilfunkanbieter in Bangladesch. Den Bauern mangelt es oft an Informationen, wie sie neue Agrartechniken anwenden und ihre Felder vor Krankheiten schützen können. Banglalink andererseits konnte dank der Zusammenarbeit mit Swisscontact ihr Geschäft über Telefonie und SMS hinaus diversifizieren. Weitere Telecom-Firmen haben das Modell kopiert. In Zusammenarbeit mit Mobilfunkanbietern und dem Landwirtschaftsministerium konnte Swisscontact einens systemischen Wandel zu Gunsten der Bauern bewirken.
    
Mehr Informationen zum Projekt «Katalyst» (engl.)

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